Mindestens 35 Tote bei Zugunglück in Indonesien

Jakarta - In Indonesien sind bei einem Zugunglück mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen.

Mehrere Dutzend Reisende seien verletzt worden, als ein aus der Hauptstadt Jakarta kommender Zug in der Provinz Zentral-Java in einen stehenden Zug raste, berichtete der Nachrichtensender CNN. Zahlreiche Menschen mussten aus den Trümmern der Waggons geborgen werden. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Anwohner versuchten, Eingeschlossene mit Bambusstangen zu befreien.

Warum der eine Zug im Bezirk Pemalang an der Nordseite der Insel Java auf den Gleisen stand, war zunächst nicht klar. Nach Angaben von offiziellen Stellen könnte eine Signalstörung das Unglück verursacht haben, berichtete die BBC. Das Transportministerium kündigte eine Untersuchung an. Beide Lokführer sollen das Unglück überlebt haben. Nach Berichten örtlicher Medien wurden sie von der Polizei vernommen.

Bei einem zweiten Zugunglück in Zentral-Java kam am Samstag ein weiterer Mensch ums Leben, vier Personen wurden verletzt. Auch in der Stadt Solo war ein Zug auf einen anderen aufgefahren. Immer wieder kommt es in Indonesien zu Unfällen im Bahnverkehr. Häufige Ursache ist marode Technik.

dpa

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