Mit dem Hausboot nach Berlin

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Wenn Sie mit dem Hausboot durch Berlin fahren, haben Sie einen tollen Blick auf den Berliner Dom.

Berlin ist in – aus allen Perspektiven. Mit einem Hausboot schippern Sie gemütlich auf der Spree durch die Stadt und bewundern die Sehenswürdigkeiten der Millionenstadt vom Wasser aus. Außerhalb Berlins finden Sie idyllische Natur und herrliche Landschaften.

Zwischen der Elbe und der Oder im Nordosten Deutschlands finden Wassersportler ein kleines Paradies: die Mecklenburgische Seenplatte und die Märkischen Gewässer. Die vielen Seen, Flüsse und Nebenarme bilden eine einzigartig idyllische Landschaft. Große Teile davon stehen unter Naturschutz.

An ihrem Rand liegt die mit Abstand größte deutsche Stadt – Berlin. Aus dieser geografischen Lage hat sich in den vergangenen Jahren ein neuer Ferien-Trend entwickelt: Viele Urlauber mieten ein Hausboot, befahren die Gewässer von Mecklenburg und Brandenburg und machen einen Abstecher nach Berlin. Dort erkunden sie die deutsche Hauptstadt vom Wasser aus.

Ankern im Schatten der Berliner Sehenswürdigkeiten

Fast 200 Kilometer Wasserstraßen durchziehen das Stadtgebiet von Berlin. Die „Hauptstraße“ ist die Spree, die mitten durch das Berliner Zentrum fließt. Mit dem Hausboot fahren Sie unmittelbar an vielen der touristischen Highlights vorbei – zum Beispiel an der Museumsinsel, dem Berliner Dom, dem Reichstagsgebäude oder dem Bundeskanzleramt.

Wer nicht nur durch die Stadt fahren, sondern auch ein paar Stunden an Land verbringen möchte, geht an einem der vielen öffentlichen Liegeplätze vor Anker, die es an nahezu allen Berliner Wasserstraßen gibt. Für 24 Stunden können Sie mit Ihrem Hausboot anlegen. Halten Sie bereits frühzeitig nach einem Liegeplatz Ausschau. Gerade in den Sommermonaten finden Sie nicht immer auf Anhieb einen Platz.

Urlaub auf dem Hausboot: Von der Müritz nach Berlin

Wenn Sie einen längeren Urlaub mit dem Hausboot planen, bietet sich eine Rundreise durch die gesamte Mecklenburgische Seenplatte mit einem Abstecher nach Berlin an. Je nach Geschwindigkeit und Liegezeiten dauert das wenige Tagen oder auch zwei bis drei Wochen. Starten Sie zum Beispiel auf der Müritz – dem größten See, der komplett auf deutschem Gebiet liegt. Von hier aus tuckern Sie gemächlich auf der Müritz-Havel-Wasserstraße, der Oberen Havel-Wasserstraße und der Havel-Oder-Wasserstraße bis nach Berlin und genießen dort das Großstadtflair. Danach besuchen Sie die idyllischen Potsdamer Gewässer oder gehen im Seengebiet westlich der Hauptstadt vor Anker. Einen Überblick über die Berliner Gewässer und nützliche Tipps zu den Berliner Sonderregelungen bietet eine Broschüre des ADAC.

Boots-Urlaub auch ohne Führerschein

Um einen Urlaub auf dem Hausboot zu verbringen, brauchen Sie nicht unbedingt einen Sportbootführerschein. Der Charter für ein Hausboot oder das kleinere Bungalowboot ist auch mit einer sogenannten Charterbescheinigung möglich. Diese bekommen Sie nach einer mehrstündigen Einweisung von Ihrem Bootsvermieter. Mit der Charterbescheinigung sind Sie berechtigt, das Hausboot für die Dauer Ihres Urlaubs zu steuern, wenn Sie sich an einige Regeln halten. Sie dürfen zum Beispiel nur auf bestimmten Wasserstraßen fahren und müssen bei schlechtem Wetter vor Anker gehen.

Wenn Sie regelmäßig Ihren Urlaub auf dem Hausboot verbringen oder sogar planen, ein eigenes Boot zu kaufen, lohnt es sich, den Sportbootführerschein zu machen. Damit dürfen Sie ein Boot von weniger als 15 Metern Länge auf allen deutschen Bundeswasserstraßen führen.

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