Mohammed-Karikaturist will aufhören

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Kurt Westergaard

Kopenhagen - Kurt Westergaard zeichnete die "Mohammed-Karikaturen", erhielt dafür von Islamisten Morddrohungen. Jetzt will der 74-Jährige seinen Job an den Nagel hängen.

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Der mit den Mohammed-Karikaturen berühmt gewordene und mit Mord bedrohte dänische Zeichner Kurt Westergaard (74) will seinen Beruf aus Altersgründen aufgeben. Er wolle mit der Zeitung “Jyllands-Posten“ als Arbeitgeber demnächst über seinen endgültigen Wechsel in den Ruhestand sprechen, sagte Westergaard am Donnerstag der Nachrichtenagentur Ritzau.

Der Däne hatte 2005 im Auftrag von “Jyllands-Posten“ den islamischen Propheten Mohammed gezeichnet und dabei als finsteren Terroristen mit Bombe im Turban abgebildet. Nach den massiven Protesten in der islamischen Welt gegen die insgesamt zwölf Karikaturen musste Westergaard im Untergrund und unter immer wieder wechselnden Adressen leben.

Am Neujahrstag dieses Jahres überfiel ihn ein islamistischer Fanatiker in seinem Haus in Århus mit einer Axt. Westergaard konnte sich in letzter Minute in dem als “Panikraum“ besonders gesicherten Badezimmer einschließen und die Polizei zu Hilfe rufen. “Jyllands- Posten“ hatte ihn schon kurz vorher wegen der Sicherheitsgefährdung in bezahlte Zwangsferien geschickt. Westergaards Haus wird rund um die Uhr von einem davor aufgestellten Container aus bewacht.

dpa

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