Motorroller: So finden Sie Ihr Lieblingsmodell

+
Motorroller verkörpern ein Lebensgefühl von Unabhängigkeit und Freiheit.

Motorroller gehören schon lange nicht mehr nur in italienische Innenstädte. Seit den 50er Jahren knattern die kleinen Flitzer weltweit durch die Straßen. Es gibt inzwischen viele Hersteller und Modelle. Egal welche Ansprüche Sie haben, es findet sich immer ein passender Roller.

Motorroller für die Stadt

Nutzen Sie Ihren Motorroller in erster Linie für kurze Strecken in der Stadt, reicht in der Regel ein Hubraum von 50 ccm. Diese Roller sind zwar nur rund 45 km/h schnell, dafür aber günstig im Unterhalt und Versicherung. Sie fahren mit einem Mopedkennzeichen, das Sie direkt von der Versicherung bekommen. Das kostet unter 50 Euro pro Jahr, eine Teilkaskoversicherung mit 150 Euro Selbstbeteiligung zusätzlich rund 40 Euro jährlich.

Der Verbrauch liegt bei rund 2,2 Liter auf 100 Kilometern. Ein Einspritzmotor macht Ihren Motorroller für den Stadtverkehr nicht nur antriebsstärker, sondern spart zusätzlich Benzin. Die Autohersteller Mini und Smart haben Motorroller mit Elektroantrieb entwickelt, die an der Steckdose aufgetankt werden.

Für einen Motorroller mit 50 ccm Hubraum reicht der normale Autoführerschein der Klasse B. Mit einem Führerschein der Klasse M dürfen auch Jugendliche ab 16 Jahren die kleinen Stadtflitzer fahren. Bedenken Sie aber, dass Sie damit nicht auf Kraftfahrstraßen und Autobahnen fahren dürfen.

Der Klassiker unter den kleinen Flitzern ist die Vespa. Das schicke Retro-Design und die vielen Farbvarianten passen zu dem hippen Lebensstil der Städter. Neben bekannten Marken wie Piaggio, Aprilla und Peugeot bieten viele asiatische Anbieter günstige Modelle an. Wenn Sie Geld sparen wollen und dafür einige Abstriche beim Design in Kauf nehmen, sollten Sie sich die Motorroller dieser Marken näher ansehen.

Motorroller für den Wochenendausflug

Wer längere Strecken mit dem Motorroller zurücklegen will, kommt kaum daran vorbei, einen Motorradführerschein zu machen. Denn mit Motorrollern mit einem Hubraum von mindestens 125ccm kommen Sie im Verkehr zügiger voran und werden als gleichwertiger Verkehrsteilnehmer angesehen. Das macht längere Fahrten wesentlich entspannter. Die sogenannten Maxi-Roller sind mit ausgeklügelten Antiblockiersystem und teilweise sogar mit Airbags ausgestattet und dadurch wesentlich sicherer. Sie bieten auch deutlich mehr Stauraum für Gepäck.

Die großen Hersteller Piaggio, Suzuki und Honda bieten eine vielfältige Auswahl an Großrollern. Auf die wachsende Nachfrage reagierte auch die Motorradabteilung von BMW: Der Maxi-Roller „Concept C“ soll noch in diesem Jahr in Serie produziert werden und neue Maßstäbe setzen.

Den passenden Motorroller finden

Wenn Sie Ihren Lieblings-Motorroller gefunden haben, achten Sie auch darauf, dass er zu Ihrer Körpergröße passt. Deshalb ist ausführliches Probesitzen sowie -fahren wichtig. Sie sollten mit beiden Füßen den Boden erreichen, ohne absteigen zu müssen. Ihre Beine brauchen genügend Platz und dürfen im Sitzen nirgends anstoßen. Wenn Sie oft mit Mitfahrer unterwegs sind, sollte auch dieser genug Platz haben. Am besten also Freund oder Freundin zur Probefahrt mitnehmen. Achten Sie auf die Länge der Sitzbank und stabile Beifahrer-Fußrasten. Entscheidend ist auch, dass Sie das Gewicht des Motorrollers gut handhaben können. Spätestens beim Rangieren oder Wenden macht sich jedes Kilo bemerkbar.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare