Ostasien versinkt im Schnee

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Südkoreaner beim für sie ungewohnten Schneeschippen

Seoul - Südkorea ist am Montag von den heftigsten Schneefällen in mehr als 70 Jahren heimgesucht worden. In Seoul liegt der Straßen- und Flugverkehr lahm. Australien leidet indessen unter Hochwasser.

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Eine 26 Zentimeter dicke Schneedecke legte den Verkehr in der Hauptstadt Seoul weitgehend lahm, mehr als 220 Flüge wurden abgesagt. Die Schneefälle, die bereits am Sonntagnachmittag einsetzten, waren die stärksten seit Beginn regelmäßiger meteorologischer Aufzeichnungen in Südkorea im Jahr 1937, wie der staatliche Wetterdienst mitteilte. Mindestens drei Menschen kamen laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap bei Autounfällen auf eisglatten Straßen ums Leben. Wegen der Verkehrsbehinderungen verzögerte sich sogar die Kabinettssitzung der Regierung.

In der chinesischen Hauptstadt Peking blieben nach starken Schneefällen am Wochenende zahlreiche Schulen geschlossen. Der Vorort Changping nahe der Großen Mauer lag unter einer 20 Zentimeter dicken weißen Decke, im Stadtzentrum fielen mehr als sieben Zentimeter Schnee. Laut Berichten staatlicher Medien wurden am Sonntag in Peking die heftigsten Schneefälle seit 1951 registriert. Rund 300.000 Einwohner wurden zum Schneeschippen verpflichtet.

Katastrophenzustand in Teilen Australiens ausgerufen

In Australien kam es unterdessen zu schweren Überschwemmungen. Nach heftigem Regen riefen die Behörden für zwei Regionen im Osten des Landes den Katastrophenzustand aus. Teile von Coonamble und Bourke waren durch das Hochwasser von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Behörden rieten tausenden Menschen, sich in weiter vom Fluss Castlereagh entfernte Zonen zu begeben. Nach einem Anstieg des Pegelstands auf 5,20 Meter wurde am Montagnachmittag jedoch der vorläufige Höchststand erreicht, wie das Wetteramt berichtete. Die Dämme hielten dem Hochwasser bis dahin stand. Sobald die Dämme auf Schäden überprüft worden seien, könnten die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzdienstes.

AP

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