Pakistan: Nationalfeiertag ohne Zeremonien

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Wegen der Flutkatastrophe begeht Pakistan den heutigen Jahrestag der Unabhängigkeit ohne Feierlichkeiten.

Islamabad - Wegen der Flutkatastrophe begeht Pakistan den heutigen 63. Jahrestag der Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft ohne offizielle Feierlichkeiten.

Präsident Asif Ali Zardari und das Militär sagten die Zeremonien für den Nationalfeiertag am Samstag ab. Zardari wollte Medienberichten zufolge stattdessen Flutopfer in den Provinzen Punjab und Khyber Pakhtunkhwa besuchen. Die Armee wollte die Mittel, die für die Feierlichkeiten vorgesehen waren, Opfern der Katastrophe spenden.

Unterdessen wurde UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Samstag in Pakistan erwartet. Pakistanische Medien berichteten, die Ankunft in Islamabad sei am Abend geplant. Am Sonntag wolle Ban dann mit Regierungsvertretern zusammenkommen und das Katastrophengebiet besuchen. Bans Sprecher Martin Nesirky hatte am Freitag in New York gesagt: “Der Generalsekretär plant eine Reise nach Pakistan, aber die Vorbereitungen sind noch nicht abgeschlossen.“

Die Zahl der Toten bei der Jahrhundertflut stieg nach Angaben des Katastrophenschutzes unterdessen leicht auf 1392. Fast 900 000 Häuser wurden beschädigt. Nach UN-Angaben sind etwa 14 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen, davon sechs Millionen Kinder. Meteorologen sagten vereinzelte, teilweise aber schwere Regenfälle in den kommenden Tagen voraus.

dpa

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