Pakistanern sollen Nase und Ohren abgeschnitten werden

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Rachejustiz: Zwei Pakistanern sollen Nase und Ohren abgeschnitten werden - sie hatten eine Frau ebenso brutal  verstümmelt.

Lahore - Zwei Pakistaner, die einer jungen Frau Nase und Ohren abgeschnitten haben, sollen dasselbe Schicksal erleiden. Ein Anti-Terror-Gericht in der nordöstlichen Stadt Lahore verhängte am Dienstag dieses Urteil nach islamischem Recht.

Einer der beiden Angeklagten wollte das Opfer heiraten, wurde jedoch abgewiesen. Daraufhin entführten er und sein Freund die 19-Jährige und fügten ihr laut Staatsanwaltschaft die schweren Verletzungen zu, die nun mit Gleichem vergolten werden sollen. Die beiden Männer wurden außerdem zu jeweils 50 Jahren Haft und zu hohen Entschädigungszahlungen verurteilt. Gewaltverbrechen werden in Pakistan häufig vor Anti-Terror-Gerichten verhandelt, weil diese ein schnelleres Verfahren ermöglichen. Elemente der Scharia, des islamischen Rechts, sind im pakistanischen Rechtssystem verankert. Einschlägige Urteile werden in der Berufung aber häufig aufgehoben und nur selten vollstreckt. Die beiden Männer haben einem Gerichtssprecher sieben Tage Zeit, um Berufung einzulegen.

AP

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