Papst feiert Christmette: "Frieden und Brüderlichkeit"

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Papst Benedikt XVI.

Rom - Papst Benedikt XVI. hat mit Tausenden von Gläubigen am Heiligen Abend die Christmette im Petersdom gefeiert. Die Sicherheitsmaßnahmen waren dieses Jahr erheblich verstärkt worden.

In seiner Predigt vor der Menschenmenge in der festlich geschmückten Basilika rief Benedikt XVI. zu Frieden und wahrer Brüderlichkeit auf. Der Papst bat Gott bei der Feier zur Geburt Jesu darum, den Menschen dabei zu helfen, “als Brüder und Schwestern zu leben, um zu einer Familie, zu deiner Familie zu werden.“

Starke Sicherheitsvorkehrungen des Vatikans während der Messe sollten einen Vorfall wie vor einem Jahr verhindern, als eine verwirrte Frau sich kurz vor der traditionellen Weihnachtsmesse auf Benedikt stürzte und ihn zu Boden reißen konnte. Die Christmette war wie bereits im Vorjahr früher als sonst angesetzt worden, um dem 83-jährigen Papst mehr Ruhe und Schlaf vor der Weihnachtsbotschaft und dem Segen “Urbi et Orbi“ am folgenden Mittag zu geben.

Benedikt nannte Jesus den Träger der Verheißung des Friedens: “Dieses Kind hat das Licht der Güte in den Menschen entzündet und ihnen Kraft gegeben, der Tyrannei der Macht zu widerstehen.“ Jesus brauche nicht Ratgeber aus den Weisen der Welt. “Er ist gerade in der Schwäche des Kindseins der starke Gott und zeigt uns so gegenüber den auftrumpfenden Mächten dieser Welt Gottes eigene Stärke.“ Es gebe auch heute noch “dröhnende Stiefel“ und blutige Gewalt, so Benedikt. Er bitte also Gott, seine Macht zu zeigen, für ein Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens.

Auf dem Petersplatz verfolgten Gläubige und Touristen die von TV-Sendern in alle Welt übertragene Messe bei regnerischem Wetter auf Videoleinwänden. Benedikt hatte zuvor die große Weihnachtskrippe neben dem Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz gesegnet und ein Friedenslicht im Fenster des Apostolischen Palastes angezündet.

Am ersten Weihnachtstag verkündet Benedikt von der Loggia des Petersdomes aus die traditionelle Weihnachtsbotschaft und erteilt Gläubigen in aller Welt den Segen “Urbi et Orbi“. Vor den auf dem Petersplatz versammelten Menschen verliest das katholische Kirchenoberhaupt außerdem Weihnachtsgrüße in zahlreichen Sprachen. Es ist der Höhepunkt der Weihnachtsfeiern in Rom. Für Benedikt ist es das sechste Weihnachtsfest im Vatikan seit seiner Wahl zum Papst.

dpa

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