Peshawar: Wieder Tote nach Selbstmordanschlag

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Sicherheitsinspektoren untersuchen einen Wagen, in dem eine Autobombe gezündet wurde.

Islamabad - Die Millionenstadt Peshawar im Nordwesten Pakistans ist am Montagmorgen erneut von einem schweren Selbstmordanschlag erschüttert worden.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden mindestens drei Menschen getötet, als ein Selbstmordattentäter sein mit einer Bombe präpariertes Auto nahe einer Polizeistation in einem Außenbezirk der Stadt in die Luft sprengte. Mindestens 30 Menschen seien verletzt worden. Den Angaben zufolge wurden durch die Wucht der Explosion zahlreiche Gebäude beschädigt, darunter eine Moschee. Es wird befürchtet, dass unter den Trümmern weitere Opfer liegen könnten.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Die Behörden machten jedoch radikal-islamische Aufständische verantwortlich. Seit dem Start einer Militäroffensive gegen die Taliban im südwestlich von Peshawar gelegenen Stammesgebiet Süd-Waziristan Mitte Oktober verüben Extremisten immer wieder Anschläge gegen Einrichtungen der pakistanischen Sicherheitskräfte sowie zivile Ziele im Nordwesten des Landes. Vor allem Peshawar, die Hauptstadt der Nordwest-Grenzprovinz, wird immer wieder Ziel von Bombenanschlägen und Angriffen.

Erst am Samstag hatte ein Selbstmordattentäter vor einer Polizeistation in der Stadt zehn Menschen mit in den Tod gerissen. Am Sonntag vereitelten Sicherheitskräfte einen Taliban-Angriff auf das Haus des Chefs einer regierungstreuen Stammesmiliz in Peshawar. Bei dem Schusswechsel wurden nach Polizeiangaben drei Angreifer getötet. Ende Oktober starben mehr als 100 Menschen, als in einer belebten Geschäftsstraße Peshawars eine Autobombe explodierte.

dpa

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