Ein Dutzend vernachlässigter Kinder

Polizei nimmt acht Menschen wegen mutmaßlichen Inzests und Kindesmissbrauchs fest

In Australien wurden acht Menschen wegen des Verdachts auf Inzest und Kindesmissbrauch festgenommen. Unter anderem soll ein Mann mit seiner Schwester Kinder gezeugt haben, die er später vergewaltigte.

New South Wales - Die Polizei in Australien hat nach langwierigen Ermittlungen acht Menschen wegen des Verdachts auf Inzest und Kindesmissbrauch festgenommen. In drei Einsätzen seien vier Männer und vier Frauen im Alter zwischen 29 und 51 Jahren gefasst worden, teilte die Polizei am Freitag im südwestlichen Bundesstaat New South Wales mit, in dem die Verbrechen begangen worden sein sollen.

Den Festgenommenen werden unter anderem Geschlechtsverkehr mit Kindern unter zehn Jahren, Inzest, sittenwidriges Verhalten, Körperverletzung und Meineid vorgeworfen. Sie wurden in Untersuchungshaft genommen.

Nach Angaben lokaler Medien handelt es sich um Mitglieder einer Familie, bei der Behörden bereits vor Jahren ein Dutzend vernachlässigter Kinder gefunden hätten. Die Zeitung "Daily Telegraph" berichtete, dass ein Mann mit seiner Schwester Kinder gezeugt haben soll, die er später vergewaltigte. Jüngere Kinder seien demnach von ihren älteren Geschwistern missbraucht worden.

Die Polizei in New South Wales richtete nach eigenen Angaben im Jahr 2012 eine Sonderermittlungseinheit ein, um Anschuldigungen von "Inzest, Kindesmissbrauch und Vernachlässigung" zu untersuchen. Die aktuellen Festnahmen seien das Ergebnis umfassender Ermittlungen.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Patrick Seeger

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