Polizei gibt Entwarnung

Alarm in Berliner Grundschule: Polizei evakuiert Gebäude

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Ein maskierter Polizist steht vor einer Berliner Grundschule. Im Hintergrund durchsuchen Polizisten einen Mann. An einer Berliner Grundschule in Gesundbrunnen im Bezirk Mitte hat es einen Polizeieinsatz gegeben. Foto: Paul Zinken

Es ist ein riesiger Schreck. Berliner Kinder und Lehrer müssen schnell, aber geordnet die Schule verlassen. Die Polizei fährt mit Dutzenden Einsatzkräften vor. Mütter geraten in Panik, weil ihre Kinder hinter einer anderen Absperrung sind.

Berlin (dpa) - Ein Anruf hat einen großen Polizeieinsatz in einer Berliner Grundschule ausgelöst. Die Schule im Stadtteil Gesundbrunnen wurde am Dienstagvormittag evakuiert, das Gebäude abgesucht. Nach zwei Stunden gab die Polizei Entwarnung: "Es gibt keine Gefahrenlage."

Es sei nichts Verdächtiges entdeckt worden, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf. Die Kinder seien in Sicherheit. Vor den Absperrungen sammelten sich aufgeregte Eltern.

Bei der Polizei sei gegen 10 Uhr der Anruf eines in der Nähe der Schule wohnenden Mannes eingegangen, der zwei verdächtige Personen beobachtet haben will, die in die Schule gelaufen sein sollen. Das habe den Alarm samt Polizeieinsatz ausgelöst. Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos in voller Montur erschienen.

Schüler und Lehrer der Schule in der Gotenburger Straße wurden aus dem Gebäude geführt. Die Polizei twitterte zunächst, es gehe um den "Verdacht einer Gefahrenlage". Das Schulgelände wurde gesperrt. Die Polizei forderte die Menschen über Twitter auf: "Bitte meiden Sie den Bereich."

Es kam zu dramatischen Szenen, weil Kinder in einen anderen abgeriegelten Bereich gebracht worden waren und Eltern nicht zu ihnen durchkamen. Einige Mütter versuchten, die Absperrungen zu durchbrechen. Sie wurden zurückgewiesen. Mit Lautsprecherdurchsagen auf Arabisch und Türkisch versuchte die Polizei dann, gegen aufkommende Panik anzugehen und zu beruhigen.

Am Mittag durften dann Eltern schrittweise ihre Kinder abholen. Die Polizei kontrollierte die Erwachsenen nach Waffen. Derzeit werde auch der Anrufer befragt, hieß es.

Bis zu 250 Kräfte waren laut Polizei im Einsatz. Dazu gehörten auch Hundeführer sowie Seelsorger für Kinder und Schulpersonal.

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