Regen, Sturm und Hochwasser auf den Kanaren

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Unwetter haben auf den Kanaren für Hochwasser und schwere Schäden gesorgt.

Santa Cruz - Heftige Regen- und Gewitterstürme haben auf den Kanarischen Inseln ein Menschenleben gefordert und schwere Schäden angerichtet.

Auf der Ferieninsel Gran Canaria brachte der Sturm am Dienstag in der Hauptstadt Las Palmas ein Baugerüst zum Einsturz. Ein Arbeiter wurde nach Angaben der spanischen Behörden getötet, ein zweiter schwer verletzt. Auf der Nachbarinsel Teneriffa setzte der Regen ganze Stadtviertel und zahllose Landstraßen unter Wasser. Die Straßen der Inselhauptstadt Santa Cruz wurden von einer Schlammschicht bedeckt, die der Regen von den Bergen gespült hatte. Etwa 30.000 Bewohner waren ohne Strom. Mehrere Siedlungen auf Teneriffa wurden durch das Hochwasser von der Außenwelt praktisch abgeschnitten.

In San Cristóbal de la Laguna im Norden der Insel spülten Wassermassen Schlamm in die älteste Kirche auf Teneriffa. Wertvolle Wandverzierungen wurden in dem Gotteshaus aus dem Jahr 1499 vom Hochwasser bedroht. Die Regionalregierung der Kanaren hatte an allen Schulen der Inseln unterrichtsfrei gegeben. An der Universität in Las Palmas auf Gran Canaria wurden die Vorlesungen abgesagt.

Zahlreiche Landstraßen auf den Kanaren waren unpassierbar, weil sie unter Wasser standen oder nach Erdrutschen von Geröllmassen blockiert wurden. Heftige Stürme behinderten den Schiffsverkehr. Auf der Insel La Palma rissen Wellen mehrere parkende Autos in den Atlantik. 30 Menschen wurden aus ihren Wohnungen in Sicherheit gebracht, weil der Seegang ihre Häuser an der Küste bedrohte.

dpa

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