"Schickt die alten Leute in die Hölle"

Satanistin verhöhnt Tote (92) auf Facebook

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Eine bekennende Satanistin hat eine tote alte Dame auf Facebook verhöhnt

Mogelsberg - Eine Angestellte eines Altersheims hat eine verstorbene 92-Jährige mit selbst geschossenen Facebook-Fotos verhöhnt. Jetzt wird gegen die bekennende Teufelsanbeterin ermittelt.

Es sind schockierende Bilder: Eine stark tätowierte Frau hockt am Totenbett einer alten Dame und grinst breit in die Kamera. Gemacht hat die Fotos nach Angaben von blick.ch die Frau an der Seite der Verstorbenen selbst. Die 35-Jährige habe im Januar 2012 als Teilzeitkraft in der Küche des Altersheims im Schweizerischen St. Gallen gearbeitet, berichtet das Schweizerische Nachrichten-Portal.

Die Frau gibt vor, die Aufregung nicht zu verstehen: Die alte Dame sei in der Nacht gestorben, eine Kollegin habe sie zurecht gemacht. "Ich war mit im Zimmer und wollte einfach ein Foto mit ihr haben. Der Tod fasziniert mich", erklärt sie ihre Sicht der Dinge. Sie habe die Fotos online gestellt, um einer Freundin zu zeigen, "wie die Menschen in der Schweiz aussehen, wenn sie sterben." Es seien "schöne Bilder", findet sie.

Doch so harmlos, wie sie in dem Interview zu sein vorgibt, ist die Philippinin nicht. Sie nennt sich selbst "Satania Blaze", ist bekennende Teufelsanbeterin und arbeitet nebenher als Domina. Ihre makabren Schnappschüsse hat sie mit menschenverachtenden Kommentaren versehen. So ist unter einem Foto zu lesen: "Ratet, ob sie schläft oder tot ist! Ich gebe euch einen Tip - ich bin der Seelenräuber." Unter einem anderen Bild wird die Verstorbene mit folgenden Worten verhöhnt: "Yeah, ihre Zeit ist um, schickt die alten Leute in die Hölle. Dort wo einige von ihnen auch hingehören. Der Rest geht auf den Kompost und wird zu Düngemittel."

Die Gemeinde Neckertal hat laut 20min.ch Anzeige wegen des Verdachts auf Störung der Totenruhe gegen die Satanistin erstattet, bestätigte deren Präsidentin, Vreni Wild. Man wolle mögliche weitere Beteiligte finden und bei der Gelegenheit prüfen, ob es in dem mittlerweile geschlossenen Seniorenheim weitere derartige Vorfälle gegeben habe, so Wild zu dem Schweizer Online-Magazin. Eine strengere Kontrolle der Heim-Angestellten sei heutzutage schwer durchzuführen, erklärte die Gemeindepräsidentin dem Schweizer Nachrichten-Portal srf.ch. "Alle besitzen ein Handy und viele sind auf sozialen Netzwerken aktiv."

Der Sohn der Verstorbenen findet die Aufnahmen "eine Schweinerei". Für ihn steht fest: Die ehemalige Küchenhilfe "muss krank sein." Die Familie erwägt eine eigene Anzeige gegen "Satania Blaze". Die mittlerweile arbeitslose Teufelsanbeterin würde nach eigener Aussage gerne wieder in einem Heim arbeiten. "Das hat mir Spaß gemacht. Ich mag alte Leute", sagte sie blick.ch.

hn

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