Schwimmende Müllhalde im Atlantik

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Im Atlantik leiden die Fische unter dem zunehmenden Müll.

Portland/New York - US-Forscher sind nun auch im Nordatlantik auf riesige Flächen von Plastikmüll gestoßen. Die größte Dichte entdeckten sie oberhalb der karibischen Inseln.

Dort schwammen bis zu 200.000 Plastikstücke je Quadratkilometer auf der Meeresoberfläche. Die meisten hatten nicht einmal einen Zentimeter Durchmesser. Der Fund wurde am Mittwochabend von der Organisation Sea Education Association (SEA) bei einem Treffen von Meeresforschern in Portland (US-Bundesstaat Oregon) vorgestellt. Die schwimmende Müllhalde im Atlantik sei mit dem schon länger untersuchten ähnlichen Phänomen im Pazifik (Great Pacific Garbage Patch) vergleichbar, sagte SEA-Sprecherin Lavender Law vor Journalisten in Portland. “Wir wissen, dass viele Meeresorganismen diese Plastikabfälle schlucken und dass es ihre Gesundheit belastet, vor allem die von Seevögeln.“

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Plastic Planet

Die Ergebnisse vom Atlantik stützen sich laut Law auf die bisher längsten und umfangreichsten Nachforschungen von Kunststoffabfällen in einem Weltmeer. Dafür stachen die Forscher mit großen Netzen im Schlepptau in See und entnahmen an 6100 Stellen in der Karibik und im Atlantik vor der Ostküste der USA Proben von den schwimmenden Plastikteilchen. Wie im Pazifik gibt es demnach auch im Atlantik eine Region, in der sich dieser Müll aufgrund der Oberflächenströmungen vermehrt ansammelt, erläuterte die SEA-Expertin. Dieses Gebiet liegt zwischen 22 und 38 Grad nördlicher Breite. An der Studie war auch die Woods Hole Oceanographic Institution in der Nähe von Boston beteiligt. Unabhängig von dem Fund startete in den deutschen Kinos am Donnerstag die Dokumentation “Plastic Planet“ über eine Welt voller Plastik.

Der Österreicher Werner Boote möchte damit schockierende Fakten liefern und an den gesunden Menschenverstand appellieren: Vor 40 Jahren wurden demnach in Europa 5 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert. Derzeit seien es etwa 60 Millionen Tonnen, etwa ein Viertel der Weltproduktion. Rund 200 Jahre lang dringen demnach die Abbauprodukte von Plastikbehältern in die ökologischen Kreisläufe ein. Und niemand könne sie je zurückholen. Boote ist für den Film durch die ganze Welt gezogen und hat Interviews mit Wissenschaftlern, Ärzten oder Buchautoren geführt.

dpa

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