Sex in der Schwerelosigkeit macht Probleme

London - Sex im Weltraum: Klingt spannend, wird aber nicht leicht. Eine Biologin erklärt, wo die Probleme liegen und warum Fortpflanzung im All für die Menschheit von so großer Bedeutung ist.

Eigentlich ist die Sache klar: Ohne Sex wird es schwierig mit dem Erforschen fremder Planeten. Nach mittlerweile 30 Jahren hat die Voyager-I-Sonde erst ein Prozent des Weges zu dem Stern zurückgelegt, der der Erde am nächsten liegt. Sprich: Wenn Menschen eines Tages auf Sternenreise gehen wollen, müssen mehrere Generationen im All leben. Und das bedeutet nicht nur leben und sterben, sondern auch geboren - und gezeugt - werden.

"Sex in der Schwerelosigkeit ist sehr schwierig", erklärt die Biologin Athena Adreadis von der Uni Massachussetts der britischen Daily Mail. "Man hat keine Zugkraft und stößt dauernd gegen Wände." Das klingt wenig lustvoll. Richtig schwierig wären aber auch Geburten im All, erklärt die Forscherin: "Bei null Schwerkraft zu gebären ist die Hölle", sagt sie. "Denn normalerweise wird der Prozess durch das Gewicht des Babys unterstützt."

Mancher ihrer Kollegen bezweifelt ohnhein, dass eine Befruchtung im All überhaupt möglich ist. Sie glauben, dass gerade Kinder durch die Schwerelosigkeit krank werden würden. Schon heute ist sicher, dass monatelange Aufenhalte auf Raumstationen den menschlichen Körper erheblich schädigen können, besonders die Muskeln und Knochen.

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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