Sexmord an Dreijähriger - Schüler unter Verdacht

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Die türkische Polizei ermittelt gegen acht Schuljungen: Sie sollen eine Dreijährige vergewaltigt und ermordet haben. 

Istanbul - Abscheuliches Verbrechen: Acht Schuljungen sollen in der Türkei eine Dreijährige vergewaltigt und ermordet haben.

Ein Sexualmord an einem Kleinkind schockiert die Türkei: Acht Schuljungen sollen das dreijährige Mädchen verschleppt, vergewaltigt und ertränkt haben. Wie türkische Medien am Montag berichteten, hatten die 13 und 14 Jahre alten Jungen aus dem Südosten des Landes zunächst eine Mitschülerin nackt fotografiert und erpresst. Dann verlangten sie von ihr, ihnen Kleinkinder zu beschaffen. Aus Angst, dass die Geschichte mit den Nackfotos herauskommt, lieferte das Mädchen zuerst ihren zwei Jahre alten Cousin und anschließend ihre dreijährige Cousine aus. Die Polizei hatte über die Tat in der Kleinstadt Pervari in der ländlich geprägten Provinz Siirt etwa ein Jahr lang unter Ausschluss der Öffentlichkeit ermittelt.

Grausame Fälle: Verbrechen an Kindern

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Die Mitschülerin steht unter dem Verdacht, Beihilfe zu dem Verbrechen geleistet zu haben. Einen Tag vor der Entführung des kleinen Mädchens im April 2009 soll die Schülerin zunächst ihren kleinen Cousin mitgenommen und den Mitschülern übergeben haben. Der Zweijährige wurde ebenfalls missbraucht. Doch er überlebte und wurde später in einem Wald entdeckt. Zunächst war über den Missbrauch von zwei kleinen Mädchen berichtet worden. Die mutmaßlichen Täter wurden vernommen und zunächst wieder zu ihren Familien gebracht. Eine psychologische Untersuchung hat ergeben, dass sie sich der Folgen der Taten bewusst waren.

Der Ankläger war auf die Spur der Jungen gekommen, als er in anderen Vergewaltigungsfällen unter Schülern ermittelte. “Das ist unmenschlich“, sagte die türkische Familienministerin Selma Aliye Kavaf am Montag. Die Tat sei beschämend. Das türkische Innenministerium habe entschieden, die Ermittlungen ohne Beteiligung der Öffentlichkeit zu führen. Den betroffenen Familien seien soziale Betreuer zur Seite gestellt worden. Erst in der vergangenen Woche hatte eine andere Tat aus der Provinz Siirt Schlagzeilen gemacht. Mehr als 100 Männer, darunter ein stellvertretender Schulleiter, sollen jahrelang zwei heute 14 und 16 Jahre alte Schwestern missbraucht haben. Sie sollen den Kindern dafür Schokolade und kleine Geldbeträge gegeben haben.

dpa

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