Sterbende Kellnerin (56) im Zug bestohlen

+
Sterbende Frau im Zug beklaut.

Bischofshofen - Auf dem Heimweg von der Arbeit erlitt eine Frau im Zug einen Herzinfarkt. Dank aufmerksamer Mitreisender waren die Rettungskräfte schnell vor Ort. Doch der Fall regt Österreich auf.

Am 24. Februar um Mitternacht war eine Kellnerin (56) mit dem Zug auf dem Heimweg. Sie fuhr von Kuchl nach Bischofshofen in Österreich, als sie einen Herzinfakrt erlitt und zusammenbrach. Ein 17-jähriges Mädchen fand die Frau und bat einen anderen Mitreisenden (18) um Hilfe. 

Der Junge blieb bei der Frau, während das Mädchen zum Lokführer lief und ihm bescheid sagte. Am Bahnhof in Bischofshofen standen die Rettungskräfte bereit. Für die Frau kam allerdings jede Hilfe zu spät.

Die Identifikation der Toten war schwierig, weil sie keinen Geldbeutel bei sich hatte. Erst über das Handy konnte ihr Name festgestellt werden und ihre Tochter benachrichtigt werden. Diese sagte der Polizei, ihre Mutter habe immer ihren Geldbeutel bei sich und zusätzlich nach der Arbeit noch ihre Kellnerbrieftasche.

Ein Video überführte schließlich den 18-jährigen Ersthelfer aus dem Pongau als Dieb. Bei seiner Vernehmung leugnete er die Tat. Erst nach dem Abspielen des Videos gestand er. Seine Beute betrug vermutlich 50 Euro. Als Motiv gab der polizeibekannte Täter an, er leide unter akuten Geldsorgen.

mm

Kommentare