Ermittlungen eingeleitet

Strafzettel-Chef schummelte bei eigenen Knöllchen

Paris - Der Chef einer französischen Behörde zum Ausstellen von Strafzetteln für Raser soll eigene Knöllchen von seiner Dienststelle beglichen haben lassen.

Nach einem entsprechenden Medienbericht wurden Ermittlungen gegen Behördenleiter Jean-Jacques Debacq eingeleitet, wie ein Sprecher des französischen Innenministeriums am Montagabend mitteilte. Die in der Presse erhobenen Vorwürfe seien "schwerwiegend" und müssten aufgeklärt werden. Debacq bleibe aber vorläufig an der Spitze der Behörde Antai, die für das automatisierte Ausstellen von Strafzetteln etwa für von einem Blitzer ertappte Verkehrssünder zuständig ist.

Das Enthüllungsportal Mediapart hatte berichtet, Debacq habe von seiner Behörde die Strafzettel begleichen lassen, die auf seinen Dienstwagen ausgestellt wurden. Debacq soll auch verhindert haben, dass er mit Punkten im Verkehrsregister bestraft wurde. Mediapart hat nach eigenen Angaben "ein Dutzend" Strafzettel von Debacq aufgespürt - im Umfang von fast 700 Euro.

afp

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