Terrorserie: Elf Iraker zum Tode verurteilt

Bagdad - Ein irakisches Gericht hat wegen der blutigen Terrorserie im Regierungsbezirk von Bagdad im vergangenen August elf Männer zum Tode verurteilt.

Das verlautete am Donnerstag aus Justizkreisen in Bagdad. Das Zentrale Strafgericht des Bezirks Rasafa fällte sein Urteil nach nur drei Sitzungen. Der Richter erklärte, die elf Männer hätten die Terroranschläge “geplant und ausgeführt“. Die Angeklagten hatten im Gerichtssaal ihre Unschuld beteuert. Sie erklärten, die Geständnisse, die sie zuvor abgelegten hatten, seien unter Folter entstanden.

Letzte Worte aus der Todeszelle

Letzte Worte aus der Todeszelle

Gegen das Urteil ist eine Berufung möglich. Vor dem Außenministerium und dem Finanzministerium waren am 19. August mehrere Autobomben detoniert. Mehr als 100 Menschen starben. Die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki erklärte kurz darauf, die Anschläge seien von Anhängern der Baath-Partei von Ex-Präsident Saddam Hussein in Syrien geplant worden. Die syrische Führung weigerte sich “wegen mangelnder Beweise“ jedoch, zwei von den Irakern namentlich genannte Verdächtige an Bagdad auszuliefern.

dpa

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