Texaner saß 27 Jahre unschuldig im Gefängnis

Houston - Der Texaner Michael Anthony Green hat 27 Jahre für ein Verbrechen, das er laut einem DNA-Test nicht begangen hat, im Gefängnis gesessen.

Am Freitag wurde der 44-Jährige gegen eine Kaution von 500 Dollar aus der Haft entlassen - ein texanisches Berufungsgericht wird die letztinstanzliche Entscheidung über Schuld oder Unschuld treffen. Green soll 1983 eine Frau vergewaltigt haben, die von vier Männern entführt worden war. Drei der Männer vergewaltigten sie. Er wurde damals von dem Opfer als einer der Täter identifiziert und dann als einziger in dem Fall zu 75 Jahren Gefängnis verurteilt. Sein Fall wurde erst jetzt neu aufgerollt; ein DNA-Test ergab, dass er die Frau nicht vergewaltigt hat. Eigentlich sollte Green bereits am Donnerstag freigelassen werden.

Er wurde aber wütend, weil er als Häftling in Fesseln zur Anhörung geführt wurde. Sein Anwalt Bob Wicoff stimmte zu, ihn einen Tag länger in der Zelle zu lassen, damit er sich beruhigen könne. Am Freitag war Green ruhig und gefasst. Wicoff sagte, er könne Greens Zorn nachvollziehen, weil ihm sein Leben genommen worden sei: “Er vergibt dem Opfer. Ich weiß nicht, ob er der Polizei vergeben kann. Es hätte nicht passieren dürfen“, sagte der Anwalt, der der Polizei vorgeworfen hat, schlecht in den Fall ermittelt zu haben.

dapd

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