64 Tote bei Anschlägen in Kampala

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Dieser Fußballfan ist einer der zahlreichen Verletzten. Während des Endspieles der Fußball-Weltmeisterschaft wurden durch Anschläge in Uganda zahlreiche Menschen verletzt und getötet.

Nairobi/Kampala - Bei Bombenanschlägen auf Fußballfans in Vororten der ugandischen Hauptstadt Kampala sind am späten Sonntagabend mindesten 64 Menschen getötet worden.

Die Sprengsätze detonierten, als die Menschen in der Öffentlichkeit das WM-Finale im Fernsehen verfolgten. Ein Regierungssprecher teilte am Montag in Kampala mit, 71 Menschen seien verletzt worden.

Polizeichef Kale Kayihura ging am Montagmorgen von einem Terroranschlag aus, hinter dem die radikalislamische Al Shabaab-Miliz aus Somalia stecken könnte. “Wir hatten den Verdacht, dass diese Leute etwas planen“, sagte er der Zeitung “New Vision“. Die Polizei sprach von zwei kurz aufeinanderfolgenden Bombenexplosionen in einem äthiopischen Restaurant in Kampala und in einem Rugbyclub.

Die Zeitung “Daily Monitor“ berichtete zudem von einer dritten Explosion in Ntinda, einem Vorort Kampalas. Etwa die Hälfte der bisher 13 bestätigten Toten in dem äthiopischen Restaurant sind Ausländer. Die Polizei vermutete, dass gezielt Ausländer getroffen werden sollten. Nach der Nachricht über die Anschläge herrschte am Montag in den Straßen von Kampala deutlich weniger Betrieb, mehrere Geschäfte in belebten Stadtvierteln blieben zunächst geschlossen.

Radiostationen erhielten zahlreiche Anrufe von besorgten Menschen, die Freunde und Verwandte unter den Opfern der Anschläge vermuteten.

dpa

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