Tote bei Schießerei in Mexikos Metro

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Metro-Sicherheitskräfte von Mexiko-Stadt nehmen den Todesschützen Luis Felipe Hernandez (Mitte) in Gewahrsam.

Mexiko-Stadt - In einer U-Bahn-Station der mexikanischen Hauptstadt hat am Freitag ein Mann zwei Menschen erschossen und fünf weitere verletzt.

Die Schießerei geschah mitten in einer großen Menschenmenge am Bahnsteig der Station Balderas, teilte die Polizei am Samstag mit. Der Täter hatte zunächst nur die Wände der Station mit Parolen gegen die Regierung bemalt. Als ihn ein Polizist aus der Menge daran hindern wollte, zückte der Mann die Pistole und erschoss den unbewaffneten Polizisten.

Ein Überwachungsvideo aus der Metro-Station zeigt die Tat und die Panik der Menschen auf dem Bahnsteig. Dann tötete der Schütze auch einen zweiten Mann, der ihn zu überwältigen versuchte. Daraufhin sei der Täter in einen voll besetzten Metrozug gestiegen, berichtete die Zeitung Reforma. Dort habe er seine Waffe neu geladen. Nach acht Minuten seien Sicherheitskräfte in die Station eingerückt. Bei einer weiteren Schießerei verletzten sie den Täter und nahmen ihn fest.

Bei dem Schützen soll es sich nach Behördenangaben um einen Viehzüchter aus der Stadt Guadalajara handeln. Es sei nach eigenen Angaben in die Hauptstadt gekommen, um auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen und die Regierung zu kritisieren. dpa

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