Toter Friese liegt vier Jahre im Haus der Familie

Amsterdam - Er wollte einfach nur in Ruhe gelassen werden. Darum betraten seine Geschwister das Zimmer eines Friesen vier Jahre lang nicht. Er lag die ganze Zeit tot im Bett.

Sturer geht es kaum: Mehr als vier Jahre lag ein toter Friese im Haus seiner Familie, ohne dass sich jemand um ihn gekümmert hat. Zuletzt hatten die im selben Haus wohnenden zwei Brüder (61 und 67) und zwei Schwestern (44 und 71) im Frühjahr 2006 mit dem seinerzeit 50-Jährigen gesprochen, berichtete der Rundfunksender Omrop Fryslân aus Amsterdam.

Damals habe ihr Bruder erklärt, er wolle “gefälligst in seinem Zimmer in Ruhe gelassen werden“, gaben die Geschwister aus dem niederländischen Dorf Minnertsga bei der Polizei zu Protokoll. Daran hätten sie sich gehalten.

Erst als jetzt Handwerker wegen anstehender Bauarbeiten Zutritt zum Zimmer des Mannes brauchten, wurde dessen im Bett liegende Leiche entdeckt. “Das ist einfach unbegreiflich“, sagte ein Polizeisprecher. Hinweise auf einen unnatürlichen Tod gebe es zwar nicht. Weil der Fall aber so ungewöhnlich sei, habe man sicherheitshalber eine Obduktion veranlasst.

dpa

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