USA: Brandanschlag auf Einwanderer - fünf Tote

Bei einem mutmaßlich durch Brandstiftung ausgelösten Feuer in einem von armen Einwanderern bewohnten New Yorker Haus sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen.

New York - Bei Feuer in einem von armen Einwanderern bewohnten New Yorker Haus sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Vermutlich war Brandstiftung die Ursache. 

Die Feuerwehr teilte am Samstag nach ersten Ermittlungen mit, das Feuer habe hinter dem Haupteingang im ersten Stock begonnen. “Da fängt normalerweise kein Brand an“, sagte Feuerwehrchef Salvatore Cassano. “Deswegen sagen wir, das ist ein Feuer, das sehr wahrscheinlich gelegt wurde.“ Vier Bewohner sowie 13 Feuerwehrleute wurden verletzt. Das Feuer in dem von Einwanderern aus Guatemala bewohnten Haus im Stadtteil Brooklyn brach in der Nacht gegen 02.30 Uhr aus und verbreitete sich rasch. Ein Teil des Daches stürzte ein, ebenso Innenwände und die Treppe des dreigeschossigen Gebäudes, in dessen Erdgeschoss sich ein japanisches Restaurant befand.

Während des Feuers spielten sich dramatische Szenen ab: Eine Frau, die selbst nicht durch ein halb vergittertes Fenster nach draußen konnte, warf ihre Kinder aus dem dritten Stock, darunter ein Baby. Mit Hilferufen alarmierte sie Passanten, die versuchten, die Kinder aufzufangen. Das gelang in der Dunkelheit nicht; das Baby stürzte auf den Boden und erlitt einen Schädelbruch. Das andere Kind landete auf eine Markise. Das Schicksal der Frau war zunächst nicht bekannt. Ein Nachbar, Alex Lazaro, sagte, in dem Haus hätten arme Einwanderer gewohnt. “Sie leben in sehr einfachen Verhältnissen und verdienen nicht genug, um an einem besseren Ort zu wohnen“, sagte der Mexikaner.

dapd

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