Vermisstes Baby in Kiste gefunden

Chipley/Hamburg - Ein vermisstes Baby aus Florida ist nach fünf Tagen intensiver Suche lebend in einer Kiste gefunden worden. Die Box stand unter einem Bett im Haus einer Tante.

Diese hatte das Kind auch zeitweise betreut, wie US-Medien am Freitag berichteten. Die wegen Kindesmissbrauchs vorbestrafte Frau und ihr Ehemann wurden ebenso festgenommen wie die Mutter der sieben Monate alten Shannon.

Deren Vater halten die Ermittler bislang für unschuldig. Die Kleine lag fast zwölf Stunden in dem 60 mal 90 Zentimeter großen Zedernholzkasten. Sie scheint die Zeit unversehrt überstanden zu haben, kam aber zur Beobachtung in ein Krankenhaus.

Kind unter dem Bett der Tante

Ihre Eltern hatten Shannon am vergangenen Samstag als vermisst gemeldet. Am Mittwochabend fanden die Ermittler das Baby unter dem Bett seiner Tante in Chipley im Norden Floridas. In der Kiste war neben einer Decke auch Backpulver, das den Geruch der vollen Windel neutralisieren sollte.

Die babysittende Verwandte hatte der Zeitung “Panama City New Herald“ zufolge zuvor eine E-Mail an den Gouverneur Floridas geschickt, worin sie die Eltern der Kleinen des Drogenmissbrauchs beschuldigte.

Außerdem gab sie an, Shannons Mutter habe sich vor Wochen gewünscht, dass ihre Tochter “verschwinde“. Die Babysitterin war 1987 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil sie ihre Stieftochter missbraucht hatte. Außerdem galt sie als Verdächtige, nachdem ihr Stiefsohn im gleichen Jahr verschwand und bis heute nicht wieder aufgetaucht ist. Auch gegen Shannons Mutter wurde damals ermittelt.

Kommentare