Versicherungen: Bonusprogramme zahlen sich aus

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Wer sportlich aktiv ist, wird von fast allen Versicherungen belohnt. Manche Kassen zahlen eine Geldprämie von mehreren hundert Euro.

Versicherungen belohnen gesundheitsbewusste Mitglieder. Versicherte, die ein aktives Leben führen oder selten krank werden, sparen bei den Krankenkassenbeiträgen. Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Bonusprogramme.

Im Service unterscheiden sich die Krankenkassen kaum – 95 Prozent ihrer Leistungen sind aufgrund gesetzlicher Vorgaben gleich. Auch der Beitragssatz wurde vom Gesetzgeber auf 15,5 Prozent festgelegt. Um das günstigste Angebot zu finden, sollten Sie deshalb auf Bonusprogramme der Versicherungen achten.

1. Gesundheitsbonus

Über den Gesundheitsbonus können Sie sparen, wenn Sie sportlich aktiv sind und regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen. Die Versicherungen vergeben Bonuspunkte für bestimmte Leistungen, zum Beispiel für die Teilnahme an Fitnesskursen oder den jährlichen Kontrolltermin beim Zahnarzt. Für jeden Punkt bekommen Sie am Jahresende Geld zurück oder eine Sachprämie – unabhängig vom Einkommen und den gezahlten Beiträgen. Außerdem übernehmen viele Versicherungen ganz oder teilweise die Kosten für Sport- und Gesundheitskurse.

2. Direktbonus

Den Direktbonus gibt es nur bei Direktversicherungen. Sie erbringen alle Leistungen und Services ausschließlich über E-Mail oder Telefon. Es gibt also keine örtlichen Servicecenter. Wenn Sie auf einen persönlichen Ansprechpartner verzichten, sparen Sie zum Beispiel bei der Agida Direktversicherung der AOK Hessen 50 Euro im Jahr. Der Direktbonus wird jedem Mitglied sofort gutgeschrieben. Kein direkter Kundenkontakt bedeutet aber nicht weniger Service: Mitglieder können online rund um die Uhr Formulare ausdrucken, Anträge ausfüllen und auf Ihre persönlichen Daten zugreifen. Zudem garantieren die meisten Direktversicherungen, dass E-Mails innerhalb von 24 Stunden beantwortet werden.

3. Kostenbonus

Der Kostenbonus belohnt Mitglieder, die nur selten krank werden und die Kassenleistungen deshalb kaum in Anspruch nehmen. Die Prämie ist vom Gehalt abhängig. Auf den Internetseiten der Versicherungen finden Sie Bonusrechner, mit dem die Versicherten ihre individuellen Kostenersparnisse leicht errechnen können.

4. Selbstbehalttarife

Wer kerngesund ist, kann einen Wahltarif mit Selbstbehalt wählen. Darin verpflichten Sie sich die Kosten für verschriebene Medikamente und Therapien bis zu einer bestimmten Summe selbst zu tragen. Dafür zahlen Kassen Prämien bis zu 600 Euro pro Jahr.

Sie gehen dabei aber das Risiko ein, dass Sie bei einer Erkrankung draufzahlen. Das ist der Fall, wenn die Kosten etwa für Medikamente die Prämiensumme übersteigen. Die Prämie ist bei allen Versicherungen auf 20 Prozent des Jahresbeitrags begrenzt.

5. Disease-Management-Programme

Chronisch Kranke wie Diabetiker oder Asthmatiker sollten sich nach Krankenversicherungen umschauen, die sogenannte Disease-Management-Programme anbieten. Das sind strukturierte Behandlungsprogramme, die die Vorsorgeuntersuchungen der Patienten koordinieren. Wer an allen Untersuchungen teilnimmt, wird teilweise oder ganz von den Praxisgebühren und Zuzahlungen befreit.

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