Video des Tages: Geheimnis der Riesen-Seeschlange gelüftet?

+
Der Riemenfisch auf dem Video soll zwischen 5 und 10 Meter lang sein.

Golf von Mexiko - Riesen-Seeschlangen, der Schrecken der Seefahrt. Aber gibt es sie wirklich? Tiefsee-Forscher haben das Meerestier gefilmt, das der Ursprung dieser Legenden sein soll.

Bis zu 17 Meter werden sie lang: Riemenfische (Regalecus glesne). Und sie leben nur in der Tiefsee. Der Mythos der Riesen-Seeschlangen, der Seefahrern vergangener Jahrhunderte, das Mark in den Knochen frieren ließ, soll aus ihnen geboren sein.

Bisher wurden sie nur selten gesichtet: Tot an den Strand gespühlt oder wie sie sterbend knapp unter der Meeresoberfläche trieben. Vielleicht auch von Matrosen auf Segelschiffen, die deswegen hofften, ihnen niemals lebend zu begegnen.

Einmalig ist daher, was Tiefseeforschern im Golf von Mexiko durch Zufall gelungen ist: Aus nächter Nähe haben sie in einer Tiefe von etwa 1500 Metern ein Exemplar dieser gewaltigen Tiere nicht nur gefilmt. Furchterregend war es nicht, sondern glitt flott vor der Kamera durchs Wasser. Sie schätzen das Tier auf eine Länge von fünf bis 10 Metern.

"Wir sahen dieses glänzende vertikale Ding", erzählt Professor Mark Benfield von der Louisiana State University auf news.bbc.co.uk. Er und seine Kollegen dachten, es wäre nur ein Röhre, die von einem Öl-Bohrturm herabgelassen wurde. " Dann zoomten wir ein Stückchen näher und sagten: Das ist ein Fisch!"

Die Aufnahmen machte Benfield schon im Jahr 2008. Nach einem kürzlich erschienen Artikel bei der BBC kursieren sie jetzt durchs Netz. Das Video finden Sie bei der BBCund mit einem Kommentar von Tiefsee-Forscher Mark Benfield versehen, auf YouTube. Ein kurzes Nachrichtenvideo zeigt die österreichische Kronen-Zeitungim Internet.

Das Team des Forschungsprojekts "The Serpent Project" nutzt ferngesteuerte Tauchfahrzeuge, die ihnen von Öllfirmen bereit gestellt werden, wie BP, Shell oder Shevron, und taucht mit ihnen entlang der Bohrtürme in die Tiefe.

kkr

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare