“Wir leben in ständiger Angst“

Schweres Erdbeben in Mexiko-Stadt: Nach Hubschrauber-Absturz mit 13 Toten schwere Schäden gemeldet

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Die Menschen rannten vor Angst nach draußen. 

Mexiko ist am Freitag von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. In der Hauptstadt Mexiko-Stadt gerieten Gebäude ins Wanken, Anwohner liefen Anwohner in Panik auf die Straße.

Update 17.45 Uhr: Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,2 wurden hunderte Nachbeben registriert, das heftigste mit einer Stärke von 5,9. In über 1,3 Millionen Haushalten fiel vorübergehend der Strom aus.

Nahe dem Zentrum in Oaxaca wurden zum Teil schwere Schäden an 50 Gebäuden gemeldet. In Santiago Jamiltepec wurden unter anderem das Rathaus und die Kirche beschädigt. Zwei Menschen erlitten Knochenbrüche, zudem wurden einige Krankenhäuser evakuiert. Über 5800 Soldaten und Bundespolizisten waren im Erdbebengebiet im Einsatz.

Schüler einer öffentlichen Schule sitzen nach ihrer Evakuation im Freien.

Erstmeldung: Mexiko Stadt - Nach Angaben der US-Erdbebenwarte erreichte das Beben eine Stärke von 7,2, sein Zentrum lag demnach im südwestlichen Bundesstaat Oaxaca. Nach derzeitigem Kenntnisstand gebe es keine Toten oder Verletzten, teilte die Regierung mit. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden zunächst auch keine Schäden gemeldet.

Videos aus dem Netz zeigen, wie gefährlich das Erdbeben war. Sie wurden über Twitter geteilt und sollen aktuelle Aufnahmen vom Freitag sein, unter anderen aus dem 38. Stock eines Hochhauses. 

Laut dem Erdbebenwarnsystem Sky Alert waren die Erschütterungen auch in den Bundesstaaten Guerrero und Puebla zu spüren. Der Erdstoß weckte Erinnerungen an zwei verheerende Beben im September, bei denen hunderte Menschen gestorben waren.

„Das ist das Einzige, was wir tun können“

In Mexiko-Stadt versammelten sich hunderte Menschen unter freiem Himmel, als die Erdbeben-Warnsirene ertönte. "Wir sind rausgerannt, das ist das Einzige, was wir tun können", sagte Kevin Valladolid aus dem Stadtteil Roma. "Wir leben in ständiger Angst", sagte eine Bewohnerin im Norden der Stadt.

Anfang September waren bei einem Erdeben in Südmexiko 96 Menschen ums Leben gekommen. Knapp zwei Wochen später ereignete sich eine weitere Katastrophe im Zentrum des Landes. Bei dem Erdbeben am 19. September starben 369 Menschen.

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13 Tote bei Absturz von Hubschrauber im mexikanischen Erdbebengebiet

Beim Absturz eines Militärhubschraubers im Erdbebengebiet im Süden von Mexiko sind 13 Menschen ums Leben gekommen. Zwölf Menschen seien an der Unglücksstelle getötet worden, ein weiterer starb im Krankenhaus, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaats Oaxaca am Samstag mitteilte. 15 weitere Menschen wurden verletzt.

Beim Absturz des Militärhubschraubers kamen 13 Menschen ums Leben.

In dem Hubschrauber war Innenminister Alfonso Navarrete Prida in die Region gereist, um sich nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,2 ein Bild von der Lage zu machen. Der Pilot des Hubschraubers verlor kurz vor der Landung die Kontrolle und der Helikopter stürzte auf den letzten Metern ab, wie das Innenministerium mitteilte. Die Opfer warteten offenbar am Boden auf die Ankunft des Ministers, der unverletzt blieb.

Neue Meldung vom 6. August 2018

Ein Beben mit vielen Toten hat sich auf der Insel Lombok ereignet. Zum wiederholten Mal innerhalb kurzer Zeit ist dieser Teil von Indonesien von einem Erdbeben heimgesucht worden.

AFP/mag/dpa/nz

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