Wiener hortet Millionen Kinderpornos

Wien - Ein deutscher Hinweis führte die Ermittler auf die Spur: Bei einem Wiener Frührentner hat die Polizei massenhaft Kinderpornos entdeckt und ihn gleichzeitig des Missbrauchs überführt.

Der 53-Jährige hatte in seiner völlig vermüllten Wohnung mehr als eine Million kinderpornografische Bilder und Unmengen Filme gehortet, berichtete das österreichische Bundeskriminalamt am Freitag. Dies sei bisher der größte Fund an kinderpornografischem Material im Alpenland.

Der Mann wurde bereits Ende April festgenommen, bei den weiteren Ermittlungen konnte die Polizei ihn noch des Kindesmissbrauchs überführen. Der Frührentner hatte nach seiner Scheidung eine Thailänderin bei sich wohnen lassen und soll sich an ihren beiden kleinen Mädchen vergangen haben. Die fünf und sechs Jahre alten Kinder gaben bei ihrer Vernehmung an, missbraucht worden zu sein. Ein Hinweis deutscher Netzwerkfahnder hatte die Behörden erst auf den im Internet sehr aktiven Mann aufmerksam gemacht. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Besitzes von Kinderpornografie muss er mit mindestens zehn Jahren Haft rechnen.

dpa

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