Weltraumteleskop "Hubble" ist wieder fit

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Ein Astronaut repariert das Weltraumteleskop „Hubble“. 

Washington - “Hubble“ ist repariert und aufgerüstet: Die zwei US-Astronauten John Grunsfeld und Andrew Feustel haben am Montag gegen 21.22 MESZ den fünften und letzten Außeneinsatz zur Wartung des Weltraumteleskops beendet.

Bei ihrem mehr als siebenstündigen Einsatz im All wechselten die “Atlantis“-Spezialisten weitere Batterien sowie einen Sensor aus und brachten Isolierdecken an dem Teleskop an.

Kurz vor Ende der Mission reparierte Grunsfeld noch eine Isolierschicht an einer Antenne des Teleskops, die er mit seinem Rucksack gestreift hatte. “Entschuldigung, Herr Hubble. Gute Reise!“, sagte Grunsfeld während der Reparatur scherzend. Mit ihr wurden die zuweilen schwierigen und riskanten Arbeiten an “Hubble“ erfolgreich beendet. Am Dienstag soll das Teleskop wieder aus der Ladebucht von “Atlantis“ ausgesetzt werden. Gibt es keine neuen Probleme und Ausfälle, soll das Observatorium für mindestens fünf Jahre weiterarbeiten. Die siebenköpfige Besatzung an Bord von “Atlantis“ soll am Freitag (17.41 MESZ) in Cape Canaveral landen.

Grunsfeld: „Ein tolles Abenteuer“

“Dies war ein tolles Abenteuer“, sagte John Grunsfeld am Montag kurz bevor er wieder ins Raumschiff schwebte. “Wir sind jenseits der Grenzen des Unmöglichen gegangen. Wir wünschen Hubble alles Gute!“. Es sei ein Einsatz, der Geschick und “Fingerspitzengefühl“ der Astronauten erfordere, hieß es zu Beginn der Reparaturarbeiten am Weltraumteleskop “Hubble“ - doch am Ende half nur rohe Gewalt. Ob es um den Austausch einer Kamera oder die Installation eines Spektrographen ging, mehrfach machten den Weltraummonteuren klemmende Schrauben und “eingefrorene“ Halterungen Probleme. Allein am Sonntag dauerte der Einsatz zwei Stunden länger, weil sich ein Bolzen partout nicht lösen ließ. Nur “etwas mehr Muskelkraft“ führte schließlich zum Ziel, wie es ein NASA-Sprecher formulierte.

Trotz aller Probleme: Die NASA-Leute feiern die insgesamt elftägige Mission der Raumfähre “Atlantis“ zur Wartung und technischen Aufrüstung des 19 Jahre alten Teleskops als vollen Erfolg. Am Montag unternahmen zwei Astronauten einen fünften und letzten “Weltraumspaziergang“, um Batterien und einen Sensor auszuwechseln und einige Isolierdecken gegen Temperaturschwankungen anzubringen. Damit war die Mission beendet.

Die “handwerklich anspruchsvollste“ Tätigkeit brachten Mike Massimino und Michael Good am Sonntag hinter sich. Es ging um den Spektrographen (“Space Telescope Imaging Spectrograph“), der seit 2004 defekt war und instand gesetzt werden musste. Es handelte sich um eines der “Hubble“-Instrumente, für die ursprünglich nie eine Reparatur im All vorgesehen war.

Mit exakt 111 Schrauben, Bolzen und Halterungen mussten die Männer fertig werden - und das mit ihren klobigen Raumhandschuhen und unter den schwindelerregenden Bedingungen der Schwerelosigkeit. Eines der Risiken: Wenn eine Schraube in den Spektrographen gefallen wäre, hätte das Gerät schweren Schaden nehmen können. Mit Spektrographen lässt sich das Licht von Himmelskörpern analysieren. Aus den Daten kann etwa auf ihre Zusammensetzung, Temperatur und Bewegungen geschlossen werden.

Eine andere Gefahr betraf die Astronauten selbst: Mit den teilweise scharfen und spitzen Geräten und Werkzeugen hätten die Männer ihre Handschuhe oder Weltraumanzüge beschädigen können. Ohnehin ist der Begriff “space walk“ - Weltraumspaziergang - irreführend, wie die Leute von der NASA immer wieder betonen. Denn in Wirklichkeit handelt es sich um Schwerstarbeit unter schwersten Bedingungen.

dpa

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