Top-Terrorist “Carlos“ kommt nie mehr frei

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Top-Terrorist “Carlos“ ist zum zweiten Mal zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er erhielt die Maximalstrafe; eine vorzeitige Begnadigung des 62-Jährigen ist wegen einer zusätzlich verhängten Sicherheitsverwahrung kaum möglich.

Paris - Top-Terrorist “Carlos“ ist zum zweiten Mal zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er erhielt die Maximalstrafe; eine vorzeitige Begnadigung des 62-Jährigen ist wegen einer zusätzlich verhängten Sicherheitsverwahrung kaum möglich.

Ein aus Berufsrichtern zusammengesetztes Pariser Geschworenengericht befand den Venezolaner am späten Donnerstagabend für schuldig, hinter vier Anschlägen Anfang der 1980er Jahre auf Züge, Bahnhöfe und eine Zeitung zu stecken.

Der bereits wegen mehrfachen Mordes in Frankreich zu lebenslanger Haft verurteilte Ex-Terrorist hatte sich zuvor in einem fünfstündigen Abschlusswort erneut als revolutionärer Märtyrer darzustellen versucht. Zum Ende des sechswöchigen Verfahrens hatte die Staatsanwaltschaft dagegen das Bild eines gewaltbesessenen Mannes ohne Reue oder Mitgefühl für die Opfer gezeichnet.

In dem Terrorprozess geht es um vier Anschläge mit 11 Toten und rund 150 Verletzten: Bombenanschläge auf den Zug Paris-Toulouse am 29. März 1982, auf den Pariser Sitz des arabischen Magazins “Al Watan Al Arabi“ am 22. April 1982 sowie einen Doppelanschlag am 31. Dezember 1983 auf den Hochgeschwindigkeitszug Marseille-Paris und den Bahnhof in Marseille. Laut Anklage hatte Carlos die Anschläge in Auftrag gegeben, um die Freilassung zweier Komplizen zu erzwingen.

dpa

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