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Die Eisheiligen: Woher der Name kommt und was die Eisheiligen bedeuten

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Von: Stefan Krieger

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Das Wetter in Deutschland im Mai schlägt immer mal wieder um und es wird empfindlich kalt. Der Volksmund spricht dann von den Eisheiligen. Woher kommt die Bezeichnung?

Offenbach - Die Eisheiligen – so bezeichnet man ein Wetterphänomen im Monat Mai. Die Bezeichnung geht auf das frühe Mittelalter zurück. Sie hat tatsächlich etwas mit Heiligen zu tun. Die Eisheiligen zählen zu den Wetterheiligen. Sie waren Bischöfe und Märtyrer im 4. oder 5. Jahrhundert. Der Begriff „Eisheilige“ umfasst den Zeitraum vom 11. bis zum 15. Mai.

Wetter in Deutschland: Die Eisheiligen und die Gedenktage

Namensgeber für die „Eisheilgen“ sind frühchristliche Bischöfe und Märtyrer.

In Norddeutschland gilt Mamertus als erster Eisheiliger, in Süddeutschland, der Deutschschweiz und Österreich Pankratius. „Eismänner“ bezeichnet meist nur Pankraz, Servaz und Bonifaz, die „Kalte Sophie“ wurde beigefügt. Dies kann damit erklärt werden, dass die von Norden her kommende Kaltluft in Süddeutschland etwa einen Tag später eintrifft.

Aber was hat das mit dem Wetter zu tun? Normalerweise sind ab Anfang Mai in Mitteleuropa die Temperaturen schon recht hoch. Allerdings werden diese hohen Temperaturen immer wieder durch Wetterlagen unterbrochen, bei denen kalte Polarluft nach Mitteleuropa strömt. Ein Temperatursturz droht.

Wenn es dann dazu kommt, dass der Himmel klar ist, so kann die Abstrahlung in der Nacht unter Umständen zu Bodenfrost führen.

Wetter in Deutschland: Eisheilige – die Bauernregeln

Folgende Bauernregeln bzw. Sprichwörter haben sich im Laufe der Jahrhunderte beim Wetter für die Eisheiligen eingebürgert:

Laut Bauernregel wird das milde Frühlingswetter erst mit Ablauf der „Kalten Sophie“ stabil. Die Bauernregel ist von Bedeutung, da Bodenfrost eine Saat vernichten kann. Die Aussaat durfte also erst nach der Kalten Sophie erfolgen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) allerdings sind solche Frosteinbrüche im Vergleich zu früheren Jahren neuerdings immer seltener geworden. Auch ein Indiz für den stattfindenden Klimawandel.

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