Vorhersage

Corona mit gefährlichem Effekt - Experte warnt

Corona verändert das Wetter in Deutschland. Jetzt sprechen Experten eine drastische Warnung aus. Das Virus hat eine unerwartete und gefährliche Wirkung.

  • Wetter* in Deutschland: Corona* sorgt für saubere Luft 
  • Weniger Feinstaub ist gut für Mensch und Natur
  • Experten warnen jedoch vor einem ungewohntem Nebeneffekt

Offenbach – Die Luft in Deutschland ist so sauber wie schon lange nicht mehr. Das Coronavirus hat das Leben zum Erliegen gebracht: Es gibt wesentlich weniger Emissionen durch Autos, Flugzeuge und Industrieanlagen und somit auch weniger feine Staub- und Rußpartikel in der Luft. Durch die saubere Luft steigt aber gleichzeitig die Gefahr, sich bei Sonnenschein einen Sonnenbrand zu holen. Doch wie hängt das zusammen?

Wetter in Deutschland: Frühling so mild wie nie – Sonnenbrandgefahr steigt durch Corona

Das Wetter ist 2020 mild wie selten zuvor. Der Frühling in Deutschland ist so mild wie kaum ein anderer Frühling* seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Geht es so weiter – und davon gehen die Experten in ihren Vorhersagen* aus – bekommen wir 2020 in Deutschland einen Rekordfrühling. Das Wetter ist überwiegend sonnig und der Himmel blau. An manchen Tagen gibt es in Deutschland bis zu 14 Sonnenstunden – und die Sonne hat schon viel Kraft.

Das merken vor allem Menschen, die eher einen helleren Hauttyp haben. Noch nie hat man sich im Frühling so schnell und so leicht einen Sonnenbrand geholt. Das liegt nicht alleine am schönen Wetter in Deutschland, sondern auch an den Folgen der Corona-Krise.

Wetter in Deutschland: Corona-Krise sorgt für saubere Luft – mit ungewohntem Nebeneffekt

Viele Menschen sind im Home-Office, nur noch wenige Flugzeuge fliegen und etliche Industrieanlagen still steht. Dadurch ist die Luft viel sauberer, weil weniger Feinstaub und Rußpartikel darin enthalten sind. Das ist gut für Mensch und Umwelt, hat aber einen ungewohnten Nebeneffekt: Die Sonnenbrandgefahr steigt rapide an.

Die feinen Staub- und Rußpartikel streuen nämlich normalerweise das direkte Sonnenlicht mitsamt UV-Strahlung, werfen sie teilweise zurück ins Weltall oder absorbieren sie sogar ganz. Wie groß dieser Effekt normalerweise ist, können die Experten von wetter.de nicht beziffern, sie warnen aber beim Wetter in Deutschland vor einer erhöhten Sonnenbrandgefahr.

Wetter in Deutschland: Menschen sollten Kraft der Sonne nicht unterschätzen

Die Sonne im Frühling sollten die Deutschen nicht unterschätzen. Sie hat beispielsweise ungefähr so viel Kraft wie in den letzten Monaten des Sommers* (Ende August). Gleichzeitig ist die Haut noch nicht so sehr an die Sonne gewöhnt und der Wind recht kühl. So merken einige Menschen zu Beginn überhaupt nicht, wenn sie einen Sonnenbrand haben. Dieser kann natürlich leicht verhindert werden, indem man rechtzeitig zur passenden Sonnencreme greift.

Dass aktuell weniger Feinstaub in der Luft ist, hat natürlich auch viele positive Effekte. So haben italienische Wissenschaftler unter anderem herausgefunden, dass sich das Coronavirus gern an Feinstaubpartikel anlagert und darüber ausbreitet. Das tut es besonders gerne, wenn die Luft feucht ist. Diese beiden Faktoren sind beim aktuellen Wetter in Deutschland nicht gegeben.

Wetter in Deutschland: Klare Luft bremst Ausbreitung von Corona

„Die Luft ist derzeit sehr sauber und klar, da sind kaum Feinstaubpartikel unterwegs, weil unser Leben – auch auf den Straßen - zum Erliegen gekommen ist. Zudem ist die Luft auch nicht feucht, sie ist sehr trocken. Daher ist die Ausbreitung des Coronavirus über irgendwelche Feinstaubpartikel ziemlich eingeschränkt“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net über das Wetter.

Auch im Kampf gegen das Coronavirus spielt das Wetter im Sommer 2020 in Deutschland eine wichtige Rolle.

Von Christian Weihrauch

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Rubriklistenbild: © Archivbild: Bodo Marks/dpa

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