Wetter

Trotz Gewitter am Wochenende: Der September-Sommer bleibt noch

Nach einigen warmen Sommertagen kündigt sich beim Wetter in Deutschland eine Abkühlung mit Schauern und Gewittern an - doch der September-Sommer ist noch nicht vorbei.

Offenbach ‒ Das Wetter* in Deutschland dreht im September noch einmal richtig auf. Und auch, wenn das Wochenende erst einmal ungemütlich wird, ist der Spätsommer noch nicht zu Ende. Wie der Deutsche Wetterdienst* (DWD) in Offenbach berichtet, versetzt Tief Quillian dem Sommerwetter am Wochenende nur einen kleinen Dämpfer. Bereits am Freitag (10.09.2021) geht es los mit zahlreichen Schauern und Gewittern, die besonders im Westen Deutschlands auch unwetterartig mit heftigem Starkregen werden können.

Auch in Hessen zeigt sich die Wetterlage zunächst einmal unbeständig, erklärte Christian Herold, Diplom-Meteorologe des DWD. Ab Freitagmittag treten demnach vermehrt Schauer und lokal starke Gewitter* auf - örtlich auch mit Starkregen* und Hagel*. Die Höchsttemperaturen liegen bei 20 bis 25 Grad. Am Samstag beruhige sich das Wetter dann schon wieder, so der DWD-Experte. Dann komme es nur noch vereinzelt zu Schauern. Bei einem mäßigen Westwind fühlen sich die Temperaturen von 19 bis 24 Grad plötzlich gar nicht mehr so sommerlich an.

Nach dem warmen Sommerwetter ziehen am Wochenende in Deutschland Schauer und Gewitter auf - doch der September-Sommer ist noch nicht vorbei.

Gewitter und Wolken: Tief Quillian pausiert den September-Sommer - aber nicht lange

Doch während im Norden auch am Sonntag (12.09.2021) noch viele Wolken und vereinzelte Schauer auftreten, rückt im Süden bereits das nächste Hochdruckgebiet* nach. „Das warme Septemberwetter geht scheinbar nächste Woche weiter“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung* vom Wetterdienst Q.met gegenüber wetter.net. Und das mit beeindruckender Intensität. Am Donnerstag (09.09.2021) wurde in Sachsen-Anhalt sogar die 30-Grad-Marke geknackt und die Nacht von Donnerstag auf Freitag stellte mit 18 bis 19 Grad vielerorts Wärme-Rekorde für Septembernächte auf.

Wie schon bei dem vergangenen Sommer-Comeback haben wir das warme Wetter in der kommenden Woche einem Hurrikan zu verdanken, erklärt Jung. „Ex-Hurrikan Larry wird als Sturmtief bei Island beim Europawetter mitmischen und wie eine Pumpe wirken. Dabei pumpt er sehr warme, aber auch sehr feuchte und schwüle Luftmassen zu uns nach Deutschland. Da darf richtig geschwitzt werden.“ Insgesamt dürfte sich der September damit bereits von einer schöneren Seite zeigen, als es der Sommer* 2021 über weite Strecken getan hat.

Wetter in Deutschland: Ende des September-Sommes scheint nun absehbar

Die Entwicklung sei allerdings noch unsicher, ergänzt DWD-Meteorologe Herold. „In den Süden und auch in die Mitte Deutschlands fließt Anfang der Woche zunehmend subtropische Luft, die eine Verlängerung des Spätsommers bringen könnte. Wie weit diese Warmluft allerdings nach Norden vorankommt, bleibt noch abzuwarten“, so Herold.

TagVorhersage
Freitag (10.09.2021)23 bis 28 Grad, schwül und feucht, Schauer und Gewitter
Samstag (11.09.2021)20 bis 26 Grad, Sonne-Wolken-Mix, einzelne Schauer
Sonntag (12.09.2021)22 bis 28 Grad, oft schön und sonnig, kaum noch Schauer
Montag (13.09.2021)21 bis 28 Grad, viel Sonne und trocken
Dienstag (14.09.2021)21 bis 30 Grad, viel Sonne, trocken und sehr warm
Mittwoch (15.09.2021)22 bis 28 Grad, viel Sonne, schwülwarm, später Gewitter möglich
(Quelle: wetter.net)

Sommerwetter im September: Doch bald dürfte der Herbst in Deutschland Einzug halten

Zum Mittwoch (15.09.021) deutet sich zumindest bereits ein erneuter Wetterwechsel an: Eine Kaltfront könnte wieder Schauer und Gewitter bringen. „Danach zeigt ein grober Trend in Richtung eines etwas kühleren Witterungsabschnitts, der uns langsam den Herbst bringen könnte“, erklärt der Wetter-Experte vom Deutschen Wetterdienst.

News zum Wetter*: Alle Informationen zu Vorhersagen* auf unserer Themenseite.

Bei so einem Start in den Herbst hoffen viele auch auf einen schönen Winter*. Dominik Jung klärt allerdings noch einmal auf: „Dem kommenden Winter ist es völlig egal, wie der September, Oktober oder November verlaufen ist.“ Vorhersagen* auf die nächste Jahreszeit könnten demnach nicht aus dem aktuellen Wetter, sondern lediglich aus den Langzeittrends der Wetterdienste abgeleitet werden. Und der erste Wetter-Trend für den bevorstehenden Winter in Deutschland ist auch bereits da. Und dieser Trend des amerikanischen Wettermodells* für den kommenden Winter dürfte vor allem Fans von Schnee und Kälte freuen. (iwe) *op-online.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Wüstneck/dpa

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