Vorhersage

Wetter in Deutschland: „Schneebombe“ rollt heran - Experte befürchtet Chaos

Kommt beim Wetter noch im Januar die Wende? Eine Schneebombe rollt auf Deutschland zu und die kann zudem für Chaos sorgen.

  •  Wetter in Deutschland: Der Januar birgt große Gefahren.
  • Laut Vorhersagen könnte der Winter noch mal komplett durchschlagen.
  • Experten erwarten heftiges Chaos.

Update vom Montag, 11.01.2021, 11.17 Uhr: Der Winter scheint nach einem recht milden Beginn Ernst zu machen und komplett durchzuschlagen. Ist diese frostige Episode jedoch nur von kurzer Dauer oder hält das winterliche Wetter in Deutschland noch länger an? Prognosen zufolge bleibt es im Januar auf jeden Fall spannend.

Vorhersagen der europäischen und amerikanischen Wetterdienste zufolge könnte der Januar insgesamt zwischen zwei und drei Grad Celsius wärmer ausfallen, als im Klimamittel (Siehe Update vom 28.12.2020). Das Wetter im Januar wird jedoch nicht selten von Großwetterlagen bestimmt, die für Schnee und Frost sorgen können. „Es ist eben ein Kampf zwischen milder Atlantikluft und kalten sibirischen Luftmassen“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst „Q.met“ gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

Wetter in Deutschland: Experten fürchten gefährliche Stürme im Januar. (Symbolbild)

Winter in Deutschland: Schnee-Bombe im Januar – Massive Verkehrsbehinderungen drohen

Laut Berechnungen des europäischen Wettermodells sieht es beim Wetter im Januar zunächst so aus, dass die Temperaturen fallen und es etwa in der Mitte des Monats sogar 1 bis maximal 2 Grad kälter wird, als im langjährigen Klimamittel. Im Süden von Deutschland könnte es sogar zu starken Schneefällen kommen, prognostiziert Jan Schenk vom Wetterportal „Weather Channel“. „Die Schneefälle könnten etwas heftiger sein, als man das sonst in Deutschland gewohnt ist“, sagt der Meteorologe. Er spricht sogar von einer „Schneebombe“, die auf Deutschland zukommt. Massive Verkehrsbehinderungen in den betroffenen Regionen drohen.

Zum Ende des Monats strömen jedoch wieder mildere Luftmassen nach Mitteleuropa und damit auch nach Deutschland. Vor allem im Süden und Südwesten werden leicht zu hohe Temperaturen erwartet. Ob die große Eiskälte dann zum Monatswechsel wieder kommt, bleibt abzuwarten. Ein Polarwirbel könnte sie nach Deutschland bringen. Laut ersten Wetter-Vorhersagen für den Februar zeichnet sich jedoch ein ganz anderes Bild ab.

Chaos-Wetter im Januar: Deutschland drohen Winter-Stürme

Erstmeldung vom 28.12.2020: Offenbach – Wie wird das Wetter in Deutschland im Januar 2021? Nachdem der Winter zum Start im Dezember sogar in manchen Regionen weiße Weihnachten brachte, dürften die Erwartungen der Winterfans an den normalerweise kältesten Monat des Jahres groß sein. Gibt es einen Traumwinter mit viel Schnee, oder müssen sich die meisten Regionen auf graue Tristes einstellen? Ein Blick auf die Prognose macht jedenfalls deutlich, dass der Januar kein gewöhnlicher Monat ist und er viele Gefahren bereithält.

Wetter in Deutschland: Im Januar drohen zahlreiche Wetter-Gefahren

Der Januar ist normalerweise der kälteste Monat des Jahres. Das liegt vor allem daran, dass die Kernphase des Winters von Anfang Januar bis Mitte Februar geht. In dieser Zeit werden die Tage wieder länger, wegen der terrestrischen Ausstrahlung der Erdoberfläche ist die Strahlungsbilanz im Januar trotzdem negativ. Das sorgt dafür, dass der Januar mit einer Durchschnittstemperatur von -0,5 Grad Celsius der kälteste Monat des Jahres ist. Gleichzeitig ist er mit 61 Liter pro Quadratmeter im Schnitt einer der trockeneren Monate.

Doch wie sehen die Prognosen für das Wetter in Deutschland im Januar aus? Der europäische und der amerikanische Wetterdienst rechnen damit, dass der Monat zwischen zwei und drei Grad Celsius wärmer ausfällt als im Klimamittel. „Winterfreunde müssen tief Luft holen, denn die Zahlen sehen schockierend aus“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst „Q.met“ gegenüber dem Wetterportal wetter.net und spricht sogar von einer „Schockprognose“ für Winterfreunde. Die Chancen auf flächendeckenden, langanhaltenden Schneefall ist ebenfalls nicht groß, weil der trockenste Monat nach aktuelle Prognosen auch trocken bleiben soll. Dennoch müssen sich Fans von Schnee und Eis nicht vom Winter-Traum verabschieden.

JahrDurchschnittstemperatur im Januar in Deutschland
2020+3,3 Grad
2019+0,6 Grad
2018+3,8 Grad
2017-2,3 Grad
2016+1,2 Grad
2015+2,1 Grad
2014+2,3 Grad
(Quelle: DWD)

Januar-Wetter: Winter-Traum könnte auch Deutschland erreichen

Das Wetter im Januar in Deutschland wird nämlich nicht selten von Großwetterlagen bestimmt, die kurzfristig heftigen Frost und Schneefall bringen. Auch wenn die Langzeitprognosen des europäischen und amerikanischen Wetterdienstes in der Regel eintreffen, bedeutet das nicht, dass es tagelang oder sogar eine Woche lang nicht frostig und winterlich kalt sein kann. Doch das ist von einigen Faktoren abhängig.

Das Wetter im Januar in Deutschland kann uns ein Winter-Wunderland bescheren - birgt aber auch große Gefahren. (Archivbild)

Eine schwachwindige Hochdruckwetterlage ist eine Voraussetzung für winterliches Wetter, reicht aber alleine nicht aus. Erst wenn in Ost- und Nordosteuropa eine dichte Schneedecke liegt, kommt die Kälteproduktion in Schwung. Das sorgt dafür, dass bei Niederschlag in Deutschland die Chancen auf Schnee bis ins Tal steigen. Das erhöht aber gleichzeitig auch die Gefahren, die ein frostiger und schneereicher Januar mit sich bringt.

Winter-Wetter in Deutschland: Januar birgt Gefahren durch Schnee und Glätte

Denn Schnee und Glätte sind im Straßenverkehr besonders gefährlich. Querstehende Lkw, Auffahrunfälle, Blechschäden und im schlimmsten Fall schwere Unfälle mit verletzten Menschen sind in einem frostigen und schneereichen Januar keine Seltenheit.

Gleichzeitig machen dem menschlichen Körper Frost und Kälte schwer zu schaffen. Temperaturen im zweistelligen Minusbereich lösen bei Herzkranken gesundheitliche Probleme aus, weil die Kälte die Gefäße verengt. Mit ähnlichen Problemen haben bei einem solchen Wetter Asthmatiker zu kämpfen, weil die Kälte ebenfalls die Atemwege verengt. Außerdem ist der Winter in Deutschland die Hochsaison für Grippeerkrankungen und Erkältungen und soll ebenfalls ein Grund dafür sein, dass sich das Coronavirus stärker verbreitet.

Wetter in Deutschland: Der Januar ist bekannt für heftige Winterstürme

Einer der heftigsten Winterstürme: Das Orkantief Friederike, das im Januar 2018 über Deutschland fegte, richtete auch in Hessens Wäldern große Schäden an. (Archivbild)

Das Wetter im Januar in Deutschland ist außerdem bekannt für seine schweren Schneestürme. So sorgte Orkan Kyrill am 18. und 19. Januar 2007 für einen Milliardenschaden. Im Januar 2018 fegten mit Sturmtief Burglind und Orkantief Friederike gleich zwei schwere Stürme über Deutschland hinweg. Das liegt vor allem daran, dass die großen Temperaturunterschiede im Winter in Europa kräftige Tiefdruckgebiete bilden, die sich nicht selten zu einem Sturm oder Orkan verstärken. (Christian Weihrauch).

Kommt es beim Wetter im Winter in Deutschland doch noch zu einen Jahrhundertwinter dank La Niña? Ein Experte hat dazu eine klare Meinung.

Rubriklistenbild: © Loic Venance/dpa

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