Vorhersage

Wetter in Deutschland: Düstere Vorhersage für Silvester und Neujahr – Doch dann kommt die Wende

Richtig winterlich ist es in Deutschland bisher nicht geworden. Bringt eine Wende nun Schnee und Frost für Silvester und Neujahr 2020/2021?

  • Wetter in Deutschland: Der Winter ist bisher eher mild und deutlich zu warm.
  • Wird es an Silvester und Neujahr 2020/2021 so weitergehen?
  • Erste Prognosen geben Aufschluss.

Update vom Dienstag, 29.12.2020, 12.04 Uhr: Nur noch wenige Tage, dann ist Silvester. Der Jahreswechsel wird in diesem Jahr für viele ganz anders ablaufen als sonst, Wetter-Vorhersage für Deutschland bleibt trotzdem spannend. Wetter-Experte Dominik Jung macht allerdings wenig Hoffnung auf gutes Wetter in der Silvesternacht. „Bei uns bleibt das Schmuddelwetter erstmal bis ins neue Jahr erhalten. In den Mittelgebirgen wird es weiß sein, weiter unten meist grau, beziehungsweise grün“, prognostiziert er.

Bringt das Wetter in Deutschland nach einem schmuddeligen Silvester doch noch eine weiße Winterlandschaft?

Doch schon am Sonntag (03.01.2020) kann es dann richtig kalt werden, der Schnee soll kommen. „Am kommenden Sonntag sieht es für Schnee im Flachland gar nicht mal so übel aus. Insgesamt wird es 1 bis 2 Grad kälter sein als bisher und daher kann es auch mal für Schnee bis ganz runter reichen.“, sagt Wetter-Experte Dominik Jung voraus. Es ziehe aus Süden ein Schneerief heran, das Schneefälle bringen könne. Das Tief ziehe einmal vom Süden in den Norden des Landes.

Wetter Deutschland: Experte mit düsterer Prognose für Silvester und Neujahr

Erstmeldung vom 22.12.2020: Offenbach – Silvester wird in diesem Jahr etwas anders ablaufen als sonst. Statt großen Partys mit Feuerwerk-Spektakel am Himmel werden viele lieber im kleinen Kreis feiern. Die Vorhersage zum Wetter bleibt trotzdem spannend. Denn auch wenn der Dezember bisher nicht gerade als klassischer Wintermonat auffiel, kann eine Wende beim Wetter in Deutschland einen Temperaturumschwung bringen, der auch Auswirkungen auf Silvester und Neujahr hat.

Schaut man sich das Wetter der Silvester der vergangen Jahre an, wird schnell deutlich, dass es eher mild und frostfrei war. Eine dicke Schneedecke gab es selten. Eines der mildesten Silvester aus jüngster Zeit gab es 2007. Nicht nur am 31.12, sondern auch an Neujahr wurden in Deutschland Höchstwerte zwischen 10 und 15 Grad erreicht, wie Kachelmannwetter berichtete. Relativ kalt war es dann jedoch wieder 2008, wo die Temperaturen teilweise unter 0 Grad sanken.

Wetter an Silvester und Neujahr: Rückblick auf die vergangenen Jahre

Das Silvester 2019 war überwiegend klar und trocken mit Temperaturen von vier Grad bis minus ein Grad im Norden und ein bis minus sieben Grad in der Mitte von Deutschland sowie im Süden. Wird es so auch beim Wetter in diesem Jahr zum Wechsel 2020/2021 aussehen?

JahrTemperatur HamburgTemperatur München
20078,99
2008- 2,3- 0,8
2009- 2,3 -3,5
20100,33
20112,3- 0,6
20124,56,9
20139,30
20142,1- 4,1
20154- 1,3
20162,45,7
20173,5- 4,7
20188,45,8
Quelle: kachelmannwetter.com

Generell kann man schon mal sagen: Der Winter 2020 ist bisher deutlich zu warm. Der US-Wetterdienst prognostizierte im Vorfeld einen 1 bis 2 Grad zu warmen Dezember, das scheint sich zu bestätigen. Milde Temperaturen und viel Regen bestimmten das Wetterbild in Deutschland. Eine Wende beim Wetter soll jedoch für dafür sorgen, dass nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Schneefallgrenze sinkt. Zieht sich das auch über Silvester und Neujahr?

Wetter in Deutschland: Erste Berechnungen für Silvester - Geht das Schmuddelwetter weiter?

Zumindest im Flachland ist eine feste Schneedecke zwischen den Jahren nicht zu erwarten. Leichter Regen soll stattdessen wieder aufziehen und nicht nur das. „Der Sonntag nach Weihnachten bringt sogar Sturmgefahr. Besonders im Westen von Deutschland könnte es zu Sturmböen kommen“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Portal wetter.net. Diese Entwicklung sei aber noch unsicher. „Den ersten Berechnungen zufolge könnte dieses nass-kalte Wetter bis Silvester andauern“, erklärt Jung.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit Sitz in Offenbach spricht in seiner 14-Tage-Prognose für Dienstag (29.12.2020) bis Donnerstag (31.12.2020) von einem eher bewölkten Wetter in Deutschland mit einigen Auflockerungen und örtlich etwas Regen oder Schneeregen. Oberhalb von 500 bis 600 Metern kann es auch zu richtigem Schneefall kommen.

Wird es zu Silvester und Neujahr 2020/2021 nochmal richtig winterlich? Erste Prognosen sind da.

Die Temperaturen sollen laut Vorhersage an Silvester zwischen 0 Grad im oberen Bergland und 7 Grad an der Nordsee liegen. Nachts könnte es etwas abkühlen. Tiefstwerte bis zu -3 Grad sind möglich. Im Rhein-Main-Gebiet bleibt es laut wetter.de an Silvester und Neujahr trocken bei Temperaturen zwischen 3 und 5 Grad, nachts sind auch einstellige Minusgrade möglich. Und wie geht es mit dem Winter im Januar und Februar 2021 dann weiter?

Wetter in Deutschland: Erste Prognosen für 2021 - Kommt endlich der Winter?

Im Süden und Bergland sehen die Aussichten nach Langfristprognosen basierend auf dem europäischen Wettermodell (ECMWF) von wetter.de zunächst recht gut aus. Gerade zur Monatsmitte sollen dort vermehrt Schneeschauer und eisige Temperaturen erwartet werden. Auch im Norden könnte es vereinzelnd kalt werden, auch wenn statt Schnee eher Schauer oder Schneeregen zu erwarten seien. „Im letzten Monatsdrittel sieht es wie im Süden nach einer trocken-kalten und teil dauerfrostigen Lage aus“, heißt es auf der Seite des Wetter-Portals. Auch im Westen wird eher nass-kaltes Wetter erwartet, im Osten soll es trocken und eisig werden.

Die Temperaturen könnten also im Winter 2021 regional nochmal richtig runtergehen. Im Druckschnitt sieht der Trend jedoch eher alarmierend für Deutschland aus. Laut einer Vorhersage von Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net könnte es im Januar und Februar 2021 deutlich zu warm werden. Die Temperaturen sollen 2 Grad über dem errechneten Durchschnitt liegen. Ein konkretes Bild lässt sich derzeit aber noch nicht vorhersagen. (svw)

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst / dpa

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