Prognose

Wetter in Deutschland: Waldbrandgefahr schnellt in die Höhe – DWD ruft höchste Warnstufe aus

Das Wetter in Deutschland ist aktuell heiß und trocken. Deshalb schießt auch die Waldbrandgefahr in die Höhe.

Aktuelles Update: Das Wetter in Deutschland wird gefährlich – und das gleich in doppeltem Sinne. Die erste Hitzewelle des Jahres steht schon früh im Juni an und sorgt nach aktuellen Vorhersagen für bis zu 40 Grad Celsius. Eine Warmluftdüse aus der Sahara zieht heran und bringt rekordverdächtige Temperaturen, Tropennächte und Unwetter mit sich.

„Gesundheitsschädlich ist das, was uns da in einigen Regionen im Verlauf dieser Woche erwartet. Die Höchstwerte klettern über die 35-Grad-Marke und kratzen besonders im Osten an der 40-Grad-Marke. Für die aktuelle Jahreszeit sind das extrem hohe Werte“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Die Corona-Pandemie und die damit verbundene Maskenpflicht verschärfen die Belastung für die Gesundheit weiter. „Für die Maskenpflicht ist das der ‚Worst Case‘. Besonders in den Schulen macht das Tragen von Masken bei dieser Hitze keinen Spaß, das Gegenteil ist der Fall. Hier müssten schnell Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Das wird nicht die letzte Hitzewelle in diesem Sommer gewesen sein“, fordert Jung. 

Das Wetter in Deutschland wird gefährlich. Die Waldbrandgefahr steigt. (Archivbild)

Wetter: Hitzewelle in Deutschland kann für Waldbrände sorgen

Vor allem am Donnerstag (17.06.2021) und Freitag (18.06.2021) wird es besonders im Osten von Deutschland gefährlich. Denn die Warmluftdüse aus der Sahara bringt nicht nur extreme Temperaturen, sondern auch große Trockenheit. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach* hat für den Osten die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen.

Für fast ganz Brandenburg, einen Großteil von Sachsen-Anhalt und das küstenferne Mecklenburg-Vorpommern gilt Stufe 5. Eine achtlos weggeworfene Zigarette, öffentliches Grillen oder ein illegales Feuer können verheerende Schäden anrichten. Denn bei Stufe 5 reicht ein Funke, um einen größeren Brand auszulösen.

Wetter in Deutschland: Saharaluft lässt Hitzewelle auf uns zurollen – bis zu 35 Grad erwartet

Erstmeldung: Offenbach - Wann hört es endlich auf zu regnen? Die Frage dürften sich viele beim Wetter* im Juni gestellt haben, denn statt Hitzewelle und Sonne satt, gab es in Deutschland viel, viel Regen. Auch heftige Unwetter* und Gewitter waren an der Tagesordnung – eine Enttäuschung für viele Sonnenanbeter.

Doch das soll sich jetzt ändern. Ein Experte hat mit Blick auf das Wetter gute Nachrichten. Denn Saharaluft zieht auf. Sie bringt einen regelrechten Hitze-Schock nach Deutschland. Doch hält er an?

Wetter in Deutschland: Wann wird es endlich Sommer?

Am 21. Juni 2021 ist der kalendarische Sommeranfang. Aus meteorologischer Sicht hat der Sommer* sogar schon am Monatsanfang begonnen. Doch bisher enttäuschte der Juni in Deutschland beim Wetter auf ganzer Linie. Sonne und Freibadwetter waren vielerorts in Deutschland Fehlanzeige. Unwetter und Gewitter* beherrschten die Prognosen, hinterließen in vielen Landesteilen ein Bild der Verwüstung. Bei Überschwemmungen liefen etliche Keller voll und ganze Straßen wurden überflutet. Doch bleibt es bei Regen und Unwetter?

„Die Saharaluft versucht es nochmal mit einem Schwall über das Mittelmeer zu uns nach Deutschland“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met. Gegenüber wetter.net macht er Hoffnung auf die ganz große Sommerhitze inklusive Hitzewelle. In der dritten Juni-Woche soll es losgehen. „Dann kann sich die Warmluft auch in der Mitte und im Süden Deutschlands durchsetzen“, erklärt Jung und fügt hinzu: „In der Spitze sind am Montag (14.06.2021) schon 33 Grad Celsius* möglich“. Doch ist das schon der Auftakt für eine Hitze-Welle oder folgt, wie beim Wetter im Mai, wieder Kälte und sogar ein Monsun?

TagWettervorhersage
Mittwoch (09.06.2021)22 bis 27 Grad, weitere Gewitter aber auch Sonnenschein
Donnerstag (10.06.2021)23 bis 28 Grad, freundlicher, weniger Schauer und Gewitter
Freitag (11.06.2021)24 bis 30 Grad, Sonne-Wolken-Mix, wenige Schauer oder Gewitter
Samstag (12.06.2021)23 bis 30 Grad, freundlich und meist trocken
Sonntag (13.06.2021)23 bis 31 Grad, sehr sonnig und trocken
Montag (14.06.2021)24 bis 33 Grad, sonnig und sehr warm
Dienstag (15.06.2021)25 bis 34 Grad, viel Sonne und sehr warm bis heiß
Quelle: wetter.net

Deutschland-Wetter: „Hitze-Anfall“ durch Saharaluft – Hitzewelle rollt an

„Das Amerikanische Wettermodell berechnet ein paar Tage später, ab Mittwoch (16.06.2021), schon wieder eine Abkühlung“, dämpft der Diplom-Meteorologe die Hoffnung vieler Sommer-Fans. Kühle Luft kann dann die Saharaluft vertreiben und den „Hitze-Anfall“ schnell wieder beenden. Doch wie sicher sind diese Wettervorhersagen*?

In der Ensemble-Vorhersage beginnt laut Jung ab der dritten Juni-Woche „das ganz große Rauschen“. Wie das Wetter in Deutschland werde, sei noch ziemlich offen. Einige Berechnungen gehen von über 35 Grad Celsius aus, während andere Temperaturen von nur 15 Grad ausgehen. „Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, da sind noch große Unsicherheiten mit im Spiel“, erklärt der Diplom-Meteorologe. Doch es gibt trotzdem gute Nachrichten.

Wetter in Deutschland: Gute Nachrichten trotz Kälte-Wende

Denn die Temperaturen bleiben voraussichtlich trotz Wetter-Wende über dem langjährigen Klimamittel. Außerdem sollen Unwetter und Gewitter abebben. Bis zum 18. Juni 2021 werden die Niederschlagssignale kontinuierlich weniger, bevor sie am Monatsende wieder deutlich zunehmen. Auch Schauer und Gewitter können dann wieder häufiger auftreten.

Die Sonne lädt zum Verweilen ein: Bringt die Saharaluft die Hitze-Wende? Ein Experte spricht Klartext. (Symbolbild)

Insgesamt soll der Juni laut der US-Wetterbehörde (NOAA) im Nordwesten bis zu ein Grad Celsius zu warm ausfallen. Dagegen wird im Rest von Deutschland eher mit einem normal-temperierter Monat gerechnet. Der Diplom-Meteorologe hält das jedoch für untertrieben. „Das klingt aktuell nicht so ganz realistisch, weil die ersten Juni-Tage schon so warm sind und es in den kommenden Tagen immer noch sommerlich bleibt“. Er erklärt: „Da rechne ich persönlich mit einer höheren Abweichung. Wahrscheinlich sind etwa ein bis zwei Grad über dem Klimamittel“.

Wetter in Deutschland: Niederschlagsmangel katastrophal für Natur

Aufgrund der vielen Gewitter und Unwetter in Deutschland dürften aber zumindest die Niederschlagsmengen im Juni nicht zum Problem werden – oder? Dieser Schein trügt leider. „Wir sehen hier sehr viel Rot, das heißt, es wird verbreitet ein zu trockener Juni“, berichtet Dominik Jung.

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Vor allem im Norden und Nordosten könnte der Monat deutlich zu wenig Regen* in petto haben. Schlechte Nachrichten vor allem für die Natur. Sie braucht das Wasser, gerade mit Blick auf einen drohenden „Katastrophen-Sommer“ beim Wetter in Deutschland. (Sophia Lother und Christian Weihrauch)*op-online.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Berthold Stamm/dpa

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