Wetterphänomen

Wann und wie ein Orkan entsteht

Ein Orkan entsteht vor allem im Herbst oder Winter, wenn heiße und kalte Luftmassen zusammenprallen. Das kann schlimme Folgen haben, wie Orkan Kyrill beweist.

  • Ein Orkan ist ein Sturm mit einer Windgeschwindigkeit ab 118 Kilometern pro Stunde
  • Orkane werden auf der Beaufortskala mit 12 klassifiziert
  • Orkane entstehen vor allem im Herbst und Winter, wenn kalte und warme Luftmassen aufeinanderprallen

Ein Orkan ist ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von mindestens 118 Kilometern pro Stunde und einer Klassifizierung von 12 auf der Beaufortskala, die die Windgeschwindigkeiten beschreibt und einordnet.

Die Beaufortskala:

Beaufort-Grad

Bezeichnung

Windgeschwindigkeit

Auswirkungen des Winds

0

Windstille

< 1 km/h

Rauch steigt nach oben

1

leiser Zug

1-5 km/h

Rauch zeigt Windrichtung an

2

leichte Brise

6-11 km/h

Blätter bewegen sich

3

schwache Brise

12-19 km/h

Wind bewegt dünne Zweige

4

mäßige Brise

20-28 km/h

Wind hebt Staub und Papier

5

frische Brise

29-38 km/h

kleine Laubbäume schwanken

6

starker Wind

39-49 km/h

Regenschirme sind schwer zu halten

7

steifer Wind

50-61 km/h

ganze Bäume bewegen sich

8

stürmischer Wind

62-74 km/h

Zweige brechen von Bäumen

9

Sturm

75-88 km/h

Dachziegel werden von Dächern gehoben

10

schwerer Sturm

89-102 km/h

größere Schäden an Häusern

11

orkanartiger Sturm

103-117 km/h

Wind entwurzelt Bäume

12

Orkan

ab 118 km/h

schwere Verwüstungen

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD)

Orkane entstehen vor allem im Herbst und Winter

Orkane entstehen vor allem im Herbst und Winter. In diesen Jahreszeiten sind die Temperaturunterschiede zwischen den Polen und den Tropen besonders groß: In den Polargebieten herrschen Minustemperaturen, im Süden ist es warm. Die kalten und warmen Luftmassen prallen über dem Atlantik aufeinander - ein Orkan entsteht.

Orkane können große Schäden an Gebäuden, der Verkehrsinfrastruktur oder Wäldern verursachen. Der Orkan Kyrill, der am 18. Januar 2007 über Deutschland zog, vernichtete nach Angaben des Deutschen Forstwirtschaftsrats fast 20 Millionen Kubikmeter Holz. Die Orkanböen erreichten damals Windgeschwindigkeiten bis zu 225 Kilometer pro Stunde. Orkan Kyrill war verantwortlich für Schäden in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar weltweit und 5,5 Milliarden US-Dollar in Deutschland. 47 Menschen starben damals in Europa, davon 13 in Deutschland.

Orkan und orkanartiger Sturm: Unterscheidung durch Windgeschwindigkeit

Orkane unterscheiden sich von orkanartigem Sturm durch die Windgeschwindigkeit: Bei orkanartigem Sturm hat der Wind Geschwindigkeiten von 103 bis 117 Kilometern pro Stunde, bei mehr als 118 Kilometern pro Stunde handelt es sich um einen Orkan. Bei Orkanen und anderen Unwettern gilt: Frühzeitige Warnungen kann Leben retten. Deshalb gibt es rechtzeitige Orkanwarnungen.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/Stefan Rampfel/dpa

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