Experten-Prognose

Wetter: Wie lange bleibt die Kälte-Welle? Experte redet Klartext

Beim Wetter im Winter in Deutschland ist die Kältewelle angekommen – sie sorgt für Schnee und eisige Temperaturen. Doch wann wird es wieder milder?

  • Wetter* in Deutschland: Ein kollabierender Polarwirbel kann die kommende Zeit bestimmen.
  • Für den Februar deuten die Prognosen auf Eis und Schnee hin.
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Update vom Montag, 08.02.2021, 16.45 Uhr: Die Winter-Wende hat Deutschland im Februar hart getroffen. In Sachen Wetter waren sich Experten bereits sicher: Es wird Schnee geben – nur wo, das war noch unklar. Die letzten Tage haben nun gezeigt, dass vor allem der Norden und die Mitte Deutschlands Schnee im Überfluss bekommen. Eine Kältewelle hat Deutschland fest im Griff und sorgt vor allem auf den Straßen für chaotische Zustände. Doch wird das Wetter im Februar weiter so klirrend kalt und schneereich bleiben oder wird es bald wieder milder? Ein Experte wagt eine erste Prognose.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung legt sich gegenüber „wetter.net“ mit einem Aspekt jetzt schon fest und verkündet: „Fakt ist: Der Winter ist gekommen, um zu bleiben.“ Demnach geht es mindestens bis Sonntag (14.02.2021) bitterkalt weiter. Höchstwerte unter 0 Grad Celsius sind durchweg der Normalzustand beim Wetter in Deutschland. In den kommenden Nächten soll es sogar noch kälter werden. „Nachts sinken die Werte weit verbreitet auf unter minus 10 Grad, teilweise bis zu minus 20 Grad. Über Schnee wird es noch kälter. Hier landen wir teilweise bei minus 23 Grad oder noch etwas tiefer“, so Meteorologe Jung.

Das Wetter in Deutschland ist eisig (Symbolbild).

Wetter in Deutschland: Kältewelle sorgt für eisige Temperaturen im Februar

Vorerst wird die Kälte anhalten und auch der Schnee bleibt fast überall liegen. Doch wann ist wieder mit warmem Wetter und Temperaturen über 0 Grad Celsius zu rechnen? Darauf will sich der Meteorologe noch nicht final festlegen. „Wir müssen noch ein paar Tage abwarten, um Genaues sagen zu können.“ Doch aus den Ensemble-Vorhersagen gehe hervor, dass es wahrscheinlich erst einmal kalt bleiben wird. So endet die Prognose von Dominik Jung mit den Worten: „Ein Frühlingserwachen ist sehr wahrscheinlich bis Ende Februar nicht zu erwarten.“

Bisher ist der Februar 1,9 Grad Celsius zu warm verlaufen. In den vergangenen Jahren wurden im Februar teilweise sogar Temperaturen von 20 Grad Celsius über dem Wert 0 gemessen. Das könnte sich jetzt ändern, denn die Kältewelle könnte uns noch einige Zeit in ihren eiskalten Klauen halten.

Wetter in Deutschland: Heftige Winter-Wende droht – Jetzt wird es richtig kalt

Update vom Freitag, 29.01.2021, 16.15 Uhr: Beim Wetter in Deutschland bleibt es mit Blick auf den Februar 2021 spannend. Kommt der Kältehammer oder fegt warme Luft die winterlichen Temperaturen weg? Ein Experte hat für den letzten Wintermonat zumindest keine guten Nachrichten.

Bei vielen Vorhersagen für das Wetter im Februar spielt der Polarwirbel, ein großflächiges Höhentief über der Arktis, eine große Rolle. Im Winter 2020/2021 ist er ungewöhnlich instabil. Sollte er brechen, könnte er sibirische Kälte nach Europa und Deutschland bringen. Genau das deutet sich nun für Anfang Februar an. „Kaltluft flutet Mitteleuropa“, prognostiziert Jan Schenk von „weather.com“. Mehrere Wettermodelle zeigen das für Anfang und Mitte Februar an. Schenk befürchtet die schwerste Schneelage der vergangenen zehn Jahre. Doch was bedeutet das für Deutschland?

Wetter Deutschland: Im Februar droht der Kältehammer – Polarwirbel bringt kalte Luft

Deutschland bleibt von der kalten Luft auf jeden Fall nicht verschont. Das Wetter im Februar soll eisiger werden. Mit viel Schnee ist laut Schenk auf jeden Fall zu rechnen. Ob der jedoch vor allem im Norden oder eher in der Mitte oder im Süden fällt, bleibt abzuwarten. „Dass ein signifikanter Wintereinbruch kommt, scheint aber sicher“, so Schenk.

Das Wetter in Deutschland kann noch einmal richtig winterlich werden.

Der Winter* in Deutschland ist also noch nicht vorbei und zeigt im Februar nochmal was er kann. Wie lange das kalte Wetter andauert, wird sich zeigen. Er könnte nur einige Tage anhalten aber auch Wochen.

Wetter in Deutschland: Polarwirbel kollabiert - Im Februar droht eine heftige Winter-Wende

Erstmeldung vom Donnerstag, 07.01.2021: Offenbach am Main – Der Winter in Deutschland ist längst nicht vorbei. Nachdem es vor allem in Regionen in höheren Lagen bereits zu geschlossenen Schneedecken kam und die Temperaturen nach einem zunächst recht milden Dezember in vielen Regionen in den unteren einstelligen Bereich gefallen waren, war die Hoffnung groß, dass es beim Wetter so weitergeht.

Zeigt der Winter im Februar 2021 also noch einmal, was er kann? Erste Prognosen geben Aufschluss darüber, ob es eisig weitergeht oder doch ein ganz anderes Wetterbild wahrscheinlicher ist.

Wetter in Deutschland: Die Prognose für den Februar – kommt der Winter zurück?

Nach meteorologischer Zeitrechnung geht der Winter in Deutschland noch bis Ende Februar. Die Tage werden zwar wieder ein paar Minuten länger, deutlich mehr Sonneneinstrahlung gibt es aber nicht – es bleibt frostig. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es jedoch nicht so kalt wie im Vormonat Januar. Mit einer Durchschnittstemperatur von 1,5 Grad ist der Februar nach dem Januar der zweitkälteste Monat des Jahres (Temperaturmittel: 1991-2020). Es könnte mit dem winterlichen Wetter also durchaus weitergehen.

JahrDurchschnittstemperatur im Februar in Deutschland
20173,0 Grad
2018-1,7 Grad
20193,9 Grad
20205,3 Grad
(Quelle: DWD)

Schaut man sich das vergangene Jahr an, lässt sich jedoch schnell erkennen, dass der Februar auch durchaus mal mild und nass ausfallen kann. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) mit Sitz in Offenbach war der Februar 2020 der „zweitwärmste Februar seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881“. Außerdem auch der zweitnasseste seit Aufzeichnungsbeginn. Dazu geführt hatten eine lange Reihe kräftiger Tiefdruckgebiete, die sehr milde Meeresluft nach Deutschland brachten. Wird es beim Wetter im Februar 2021 ähnlich aussehen?

Winter-Wetter in Deutschland: Schnee und Eis dank Polarwirbel im Februar?

Seit Anfang Januar ist der Polarwirbel, ein großflächiges Höhentief über der Arktis, instabil. Ein sogenannte Polarwirbel-Split kann laut „weather.com“ eisiges Wetter im Februar oder März bringen und für einen heftigen Wintereinbruch sorgen. Dass er Europa und Deutschland trifft, sei derzeit noch nicht sicher „aber die Gefahr für einen späten und harten Wintereinbruch ist sehr hoch“, heißt es in einem Bericht des Portals.

Erste Langzeitprognosen führender Wetterdienste sagen jedoch anderes für das Wetter im Februar 2021 voraus. Gute Aussichten für einen richtig winterlichen Monat geben sie nicht. Der amerikanische Wetterdienst NOAA prognostiziert eher zu milde Temperaturen. „Deutlich zu warm könnte dieser Monat ausfallen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst „Q.met“ gegenüber dem Wetterportal „wetter.net“.

In den nächsten Tagen herrscht weiterhin Glättegefahr - kommt dann der „Kälteschock“ oder doch die „Milddüse“? (Symbolbild)

Winterwetter in Deutschland: Rote Wetterkarten – Das bedeuten sie

In Mittel- und Osteuropa könnte der Februar bis zu 3 Grad wärmer werden, als das langjährige Klimamittel. Der amerikanische Wetterdienst benutzt bei seinen Berechnungen das Klimamittel von 1999 bis 2010. Es zeichnet sich also ein ähnlicher Trend ab, wie bereits im Wintermonate Dezember, der bereits deutlich zu mild ausfiel. Sogar von einer „Schockprognose“ für Winterfreunde war die Rede. Laut DWD war der Dezember rund 2,3 Grad wärmer als das langjährige Klimamittel.

Bei den Vorhersagen für Januar bis März des deutschen Wetterdienstes sieht es ähnlich aus. „Leicht zu warm als zu kalt“, fasst Meteorologe Jung zusammen. Große Kaltluftmassen, von denen bereits die Rede seien, sind derzeit also nicht zu erwarten. Dem schließt sich auch die Prognose des europäischen Wettermodells an, nach dem im Februar keine Kälte in Sicht ist. „Die große Kältepeitsche, die hier und da angekündigt war für Februar, ist auch bei den Europäern nicht zu erkennen“, sagt Jung. (svw)

Rubriklistenbild: © Niall Carson/dpa

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