Wetter

Das Wetter entsteht hoch oben in der Troposphäre

Das Wetter ist vermutlich das Smalltalk-Thema Nummer eins.  Hinter dem Begriff verbirgt sich ein sehr komplexes Thema - das bis in große Höhe reicht.

  • Das Wetter ist das Smalltalk-Thema Nummer eins - doch was verbirgt sich hinter dem Begriff?
  • Wetter entsteht in der untersten Schicht der Erdatmosphäre, der Troposphäre (auch Wetterschicht genannt)
  • Wetterdienste wie der DWD nutzen verschiedene Wettermodelle für ihre Wettervorhersagen

Offenbach - Jeder redet gerne über das Wetter – besonders, wenn es zu extremen Wetterereignissen wie GewitternUnwettern oder einem Orkan kommt. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Wetter? Es handelt sich dabei um den Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort – ganz im Gegensatz zum Klima, bei dem es sich um einen langfristigen Durchschnitt der typischen Prozesse in der Atmosphäre, bezogen auf eine Region (oder Klimazone), handelt. 

Wetter kann unter anderem in Form von Sonnenschein, Regen, Wolken oder Wind in Erscheinung treten. Physikalisch wird es durch Zustandsgrößen wie Temperatur oder Druck beschrieben. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Meteorologie. Insgesamt gesehen wird das Wetter gerne als ein „System“ erklärt, das von mehreren Elementen geprägt wird - zwischen denen es teilweise Zusammenhänge gibt:

  • Niederschlag
  • Temperatur
  • Wind
  • Luftdruck
  • Bewölkung

Begriffe rund ums Wetter: Wetterlage, Wetterumschwung, Witterung

Rund um das Wetter gibt es einige Begriffe, die verwendet werden. Die Begriffe im Vergleich:

  • Die Wetterlage beschreibt den Zustand der Atmosphäre in einer größeren Region zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Wetterlage kann sich von Tag zu Tag verändern.
  • Der Begriff Wetterumschwung steht für eine schnelle Änderung der Wetterlage.
  • Der Begriff Witterung beschreibt den durchschnittlichen Charakter des Wetters an einem Ort über eine längere Zeit (mehrere Tage oder Wochen). Dabei geht es vor allem auch um Fühlbares wie die Temperatur, den Niederschlag oder den Wind.
  • Das Klima ist der typische langfristige Ablauf der Witterung in einer Region oder Klimazone. Aus langfristigen Wetterstatistiken werden Kurven für Niederschläge und Temperaturen generiert, die das Klima beschreiben.
  • Der Klimawandel ist die langfristige Veränderung des Klimas in größeren Regionen oder Klimazonen - beispielsweise durch die globale Erwärmung.

Wo und wie entsteht das Wetter?

Das Wetter entsteht hauptsächlich in der Troposphäre, der untersten Schicht der Erdatmosphäre. Die Troposphäre wird auch Wetterschicht genannt, in ihr sind 90 Prozent der Luft und fast der gesamte Wasserdampf der Erdatmosphäre enthalten.

Besonders wichtig für die Entstehung des Wetters sind die Sonneneinstrahlung auf die Erde und die Abstrahlung zu den Wolken und in den Weltraum. Für den Wetterverlauf sind die Strömungen in der Atmosphäre wichtig. Diese Strömungen hängen unter anderem von den globalen Windsystemen, vom Gelände (Berge, Wüsten, Meere), aber auch von lokalen Einflüssen ab.

Was der Unterschied zwischen Wetter und Klima ist

Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Wetter und Klima? Das Klima beschreibt, welcher Wetterverlauf über einen langen Zeitraum, in der Regel mindestens 30 Jahre, zu verzeichnen ist. Der Begriff unterscheidet sich also vom Wetter, dennoch hängen beide zusammen. Der Begriff Wetter beschreibt hingegen den physikalischen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt. Im Gegensatz dazu ist das Klima nicht direkt messbar. Die Welt wird in unterschiedliche Klimazonen eingeteilt. In Deutschland herrscht beispielsweise ein gemäßigtes Klima.

Wetterdienste nutzen verschiedene Wettermodelle

Keine Nachrichtensendung und keine Zeitung kommt ohne eine Wettervorhersage aus. Dabei handelt es sich im Prinzip um mathematisch errechnete Trendberechnungen. Die unterschiedlichen Wetterdienste nutzen dafür verschiedene Wettermodelle. Weil diese Modelle unterschiedliche Methoden verwenden, können die Wettervorhersagen deutlich voneinander abweichen.

Die Daten des Global Forecast System (GFS) der US-Behörde NOAA sind frei verfügbar und werden deshalb auch von vielen kleineren Wetterdiensten genutzt. Es gibt Prognosen für alle drei Stunden der nächsten 3,5 Tage und eine langfristige Wettervorhersage für die kommenden 16 Tage, die allerdings geringer aufgelöst ist. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach nutzt das Icosahedral Non-Hydrostatic Global Circulation Model (ICON).

Deutscher Wetterdienst (DWD) liefert Daten zum Wetter für ganz Deutschland

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach ist wohl eine der wichtigsten Behörden in ganz Deutschland. Mit rund 180 Messstationen in der Bundesrepublik soll das Wetter präzise vorhergesagt werden. Doch nicht nur modernste Technik, auch ehrenamtliche Unterstützer liefern regelmäßig Daten nach Offenbach. Neben kurzfristigen Wettervorhersagen, auf die sich Luft- und Schifffahrt verlassen, ist auch die Forschung ein wesentlicher Bestandteil der Aufgaben des DWD. Langfristige Beobachtungen sind für Bereiche wie Bauarbeiten, Bewässerung und die Nutzung regenerativer Energie unerlässlich.

Wettervorhersage: Je näher der Prognosezeitraum, desto genauer die Vorhersage

Betreffen Wettervorhersagen die unmittelbare Zukunft, sind sie meist relativ genau. Inzwischen ist die Wettervorhersage für die kommende Woche ungefähr so zuverlässig, wie sie es vor dreißig Jahren für den nächsten Tag war. 

Die 24-Stunden-Wettervorhersage erreicht mittlerweile eine Treffergenauigkeit von gut 90 Prozent. Diese Treffsicherheit nimmt bei Prognosen für die kommenden drei Tage bereits merklich ab und beträgt nur noch etwas mehr als 75 Prozent. Jeder Tag mehr lässt die Genauigkeit sinken.

Wetter: Diplom-Meteorologe Dominik Jung stellt Prognosen für Deutschland auf

Klimaexperte und Diplom-Meteorologe Dominik Jung ist als . Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt bei der Erstellung von Jahreszeitentrends. Dabei schätzt er ein, ob die kommende Jahreszeit wärmer, kälter, trockener oder nasser ausfallen wird. Bekannt wurde er vor allem durch seine Beiträge in zahlreichen Zeitungen und Online-Nachrichtenportalen. Als Redaktionsleiter und Pressesprecher für den privaten Wetterdienst Q.met, der insbesondere durch das Portal wetter.net bekannt ist, versorgt er auch heute Z

Dominik Jung ist wiederholt mit dem prominenten Meteorologen Jörg Kachelmann aneinander geraten. Dieser hielt von Jungs Prognosen recht wenig und behielt das nicht für sich. Einen Jahreszeitentrend, der sich als wahr herausstellen sollte, hatte Kachelmann als „Germany’s next Gaga-Vorhersage“ bezeichnet und für große mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Dominik Jung übte zudem regelmäßig Kritik am Deutschen Wetterdienst (DWD). Grund waren nicht verlässliche Messwerte einer Wetterstation.

Wettersatelliten: Die Erde immer im Blick

Um Daten für die Wettervorhersagen zu sammeln, umkreisen zahlreiche Wettersatelliten die Erde. Es handelt sich dabei um Erdbeobachtungssatelliten, die die chemischen und physikalischen Vorgänge in der Erdatmosphäre beobachten. Es gibt zwei Typen von Wettersatelliten:

Geostationäre Wettersatelliten fliegen in einer Höhe von 35.800 Kilometern über dem Äquator. Sie scheinen fest über einem Punkt der Erde zu stehen und ermöglichen eine hohe zeitliche Auflösung: Alle fünf bis 30 Minuten entsteht ein neues Bild, was dabei hilft, die Entwicklung von Wettersystemen zu beurteilen. Die Satellitenfilme, die man gelegentlich sieht, stammen von solchen geostationären Satelliten. Ein geostationärer Satellit kann etwa zwei Fünftel der Erdoberfläche sehen. Im Einsatz sind derzeit unter anderem geostationäre Meteosat-Satelliten von Eumetsat und GOES-Satelliten der US-Wetterbehörde NOAA.

Polarumlaufende Wettersatelliten fliegen auf einer polaren Bahn in einer Höhe von etwa 800 Kilometern um die Erde. Sie brauchen etwa 100 Minuten für einen Umlauf um die Erde und können die Erdoberfläche in 12 Stunden ein Mal komplett abtasten. Im Einsatz sind unter anderem MetOp-Satelliten von Eumetsat, Satelliten der NOAA und russische Meteor-Satelliten. Gemeinsam mit den geostationären Satelliten helfen die polarumlaufenden Wettersatelliten dabei, die Erde lückenlos zu beobachten. 

Wetter: Meteorologie liefert den wissenschaftlichen Hintergrund für die Wettervorhersage

Die Meteorologie befasst sich mit der wissenschaftlichen Auswertung und Analyse von Wetter. Sie ist eine der modernsten Wissenschaften überhaupt. Mithilfe von Wettermodellen können Meteorologen sich anbahnende Wetterlagen berechnen. Dabei wird die Atmosphäre der Erde untersucht, um Schwankungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit festzstellen, die für unterschiedliche Wetterlagen sorgen, um sie möglichst früh und präzise voraussagen zu können.

Die ersten Meteorologen gab es bereits in der Antike. Heute gibt es mit beispielsweise der physikalischen, mesoskaligen oder synoptischen Meteorologie zahlreiche Spezialgebiete in der Wissenschaft. Mit modernster Technik, über die auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) verfügt, sollen präzise Wettervorhersagen in verschiedenen wichtigen Bereichen wie der Luftfahrt, Landwirtschaft oder im Verkehr helfen.

Wetter: Was ein Gewitter zum Unwetter macht

Was die Satelliten dabei auch beobachten können: Wetter-Phänomene wie etwa das Gewitter. Doch was macht ein Gewitter überhaupt zu einem Unwetter und wie entsteht es? Meist geht ein Gewitter mit Regen, Hagel oder Sturmböen einher. Ein Gewitter wird für die Meteorologen zu einem Unwetter, wenn es mit Hagelkörnern, die größer als 1,5 Zentimeter sind, einhergeht, mit Starkregen, mit einem Sturm oder mit einem Orkan. 

Ein Gewitter entsteht durch Temperaturunterschiede. Wetter-Experten unterscheiden zwischen Wärme- und Kaltfrontgewitter. Bei Wärmegewittern im Sommer mischt sich warme Luft mit deutlich kälterer in der höheren Atmosphäre. Bei Kaltfrontgewittern, zu denen es eher im Winter kommt, verdrängt kalte wärmere Luft. Dabei entsteht eine elektrische Ladung und eine enorme Spannung. Das Ergebnis: ein Gewitter

Unwetter als gefährliche Wetter-Phänomene in Deutschland 

Das Gewitter ist nicht das einzige Wetter-Phänomen, das oft unter die Kategorie Unwetter fällt. Doch wann wird Wetter eigentlich zum Unwetter? Der deutsche Wetterdienst (DWD) definiert Unwetter als verschiedene Extremwetterereignisse, wie etwa Stürme, Tornados oder extreme Schneeglätte. 

Da von derartigen Wetterereignissen meist auch eine Gefahr ausgeht, gibt es, auch in Deutschland frühzeitige Warnsysteme. Der DWD unterscheidet hier in vier Stufen: Wetterwarnungen (Stufe 1), Warnungen vor markantem Wetter (Stufe 2), Unwetterwarnungen (Stufe 3) und Warnungen vor extremem Unwetter (Stufe 4). Durch frühzeitige Warnungen soll die Gefahr durch das Unwetter vermindert werden. 

Wetter in Deutschland: Wann und wie ein Orkan entsteht 

Neben dem Gewitter zählt auch der Orkan zu den Unwettern. Orkane entstehen, wenn kalte und warme Luftmassen über dem Atlantik aufeinander prallen. Das ist meist im Herbst und Winter der Fall. Denn in diesen Jahreszeiten sind die Temperaturunterschiede zwischen den Polen und den Tropen besonders groß. 

Ab Windgeschwindigkeiten von mindestens 118 Kilometern pro Stunde spricht man von einem Orkan. Dass auch das Wetter in Deutschland Orkane mit sich bringen kann, beweist der berühmte Fall Kyrill.  

Sturm in Deutschland: Was das Wetter-Phänomen bedeutet und wo es herkommt 

Nicht jeder starke Wind ist auch gleich ein Sturm. Grundlegendes Kriterium ist die Geschwindigkeit. Erst ab einer Windgeschwindigkeit von 75 Kilometern pro Stunde spricht der Deutsche Wetterdienst (DWD) von einem Sturm. 

Ab 85 km/h wird aus dem Sturm ein schwerer Sturm und ab 105 km/h sogar ein orkanartiger Sturm. Ab 115 Kilometern pro Stunde wird von Orkan gesprochen, der schwersten Form des Sturms. Dann spielt das Wetter verrückt. 

Wetter: Sandstürme in Deutschland: Plötzlich droht Lebensgefahr

Für das Wetter in Deutschland ist ein Sandsturm eher eine Ausnahme. Wenn bei einem Sturm jedoch der Wind plötzlich größere Mengen an Sand aufwirbelt, kann auch in Deutschland ein Sandsturm drohen. Diese ist dann oft lebensgefährlich, weil der Sand aus dem Nichts kommt und für starke Sichtbehinderungen auf Autobahnen und Straßen sorgt. Am 08.04.2011 kollidierten beispielsweise mehr als vierzig Fahrzeuge auf der Autobahn A19 in Mecklenburg-Vorpommern in Folge eines Sandsturms.

Wetter: Wie entsteht ein Tornado?

Als Tornado wird eine heftig in sich rotierende Luftsäule bezeichnet, die sich in der Regel in einem Gewitter bildet und von dort bis zum Erdboden reicht. Die heftigsten Tornados sind wegen ihrer Zerstörungskraft gefürchtet und können eine Windgeschwindigkeit von bis zu 450 Kilometern pro Stunde erreichen. Auch in Deutschland sind diese kraftvollen Wirbelstürme keineswegs selten. Pro Jahr verzeichnet der Wetterdienst maximal 80 zerstörerische Tornados.

Tornados entstehen, wenn bodennahe feuchtwarme Luft und trockenkalte Luft in der Höhe aufeinander treffen. Die Atmosphäre in diesem Bereich wird destabilisiert. Zugleich ändert sich die Richtung des Windes, dessen Geschwindigkeit rapide zunimmt. Auf diese Weise wird, für das Auge unsichtbar, ein horizontaler Spinneffekt in der unteren Atmosphäre erzeugt. Durch die sich hier bildenden Aufwinde kippt die rotierende Luft von horizontal nach vertikal und es können Schauer fallen. So entsteht ein stark rotierender Schlauch, der zwischen zwei und knapp zehn Kilometern breit sein kann.

Hochwasser in Deutschland: Wetter - Das sind die gefährdeten Regionen 

Durch das sich verändernde Wetter hat auch Deutschland immer wieder mit Hochwasser zu kämpfen. Wegen des Klimawandels kommt es in Deutschland vermehrt zu höheren Temperaturen. So waren laut Umweltbundesamt Deutschland die letzten Jahre die wärmsten Jahre seit Beginn der Messung 1881. 

Höhere Temperaturen führen laut Wissenschaftlern zu mehr Wasserdampf in der Atmosphäre. Die Daten zeigen, dass der Wasserdampf von 1951 bis 2006 um 4 Prozent gestiegen ist. Durch gesteigerten Wasserdampf in der Atmosphäre steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Wetter umschwingt und es zu Starkregen kommt. Forscher gehen daher davon aus, dass es mit dem angestiegenen Starkregen auch zu Sturmfluten und Hochwasser kommt. 

Hochdruckgebiet und Tiefdruckgebiet: Was sie für das Wetter bedeuten

Bei Hochdruckgebieten sind die Luftmassen in Bodennähe sehr dicht. Sinken die Luftmassen zu Boden, erhöht sich in diesem Bereich der Luftdruck. Im Wetterbericht wird dann von einem Hoch gesprochen. Ausschlaggebend für ein Tiefruckgebiet ist hingegen ein niedriger Luftdruck. Dafür sind großräumige Luftveränderungen als Aufwärtsbewegung erforderlich. Mit sich ändernden Temperaturen und Luftbewegungen ändert sich der Druck innerhalb der Atmosphäre ständig, sodass sich beim Wetter ein Hochdruckgebiet und Tiefdruckgebiet immer wieder abwechseln.

Ein Hochdruckgebiet bleibt meist über mehrere Tage bestehen, bis Niederschläge oder Gewitter die Luftmassen, also auch den Luftdruck, in Bewegung bringen. Auch die Erdrotation spielt dabei eine Rolle. Das Wetter ist im Sommer bei Hochdruckgebieten in der Regel warm, ab Herbst führen die Luftbewegungen zu Nebel. Im Winter ist es von der Gesamtwetterlage abhängig, ob das Wetter schön wird oder nicht. Wind aus Osten ist meist trocken und kann somit auch im Winter Sonnenschein bringen. Bei Tiefdruckgebieten bilden sich Wolken und in der Folge regnet oder schneit es. Dabei wird es nicht zwangsläufig kalt. Im Sommer verringert sich die Temperatur, im Winter kann sie jedoch deutlich ansteigen.

Wetter in Deutschland: Was Regen zu Regen macht und ab wann man von Starkregen spricht 

Bei schlechtem Wetter sprechen Meteorologen ab einem flüssigen Niederschlag mit einem Tropfendurchmesser von mindestens einem halben Millimeter von Regen, bzw. von einem Regentropfen. Regen ist die am häufigsten auftretende Form von flüssigem Niederschlag. Ein durchschnittlicher Regentropfen hat einen Durchmesser zwischen 0,6 und 3 Millimetern. 

Die Größe von Regentropfen ist neben Intensität, Entstehung und Wirkung auch entscheidend für die Definition der Art von Regen. Während man bei sehr kleinen Regentropfen von Sprühregen spricht, bezeichnet Landregen einen Warmfrontregen mit mittelgroßen Regentropfen. Wenn binnen fünf Minuten fünf Liter Regen auf einen Quadratmeter fallen, bezeichnet man dies als Starkregen.

Wetter in Deutschland: Wie Blutregen entsteht

Wenn sich Saharastaub mit Regen vermischt, kommt es zu Blutregen. Richtiges Wetter, also starker Wind kann dafür sorgen, dass der gelb, orange oder gar rot gefärbte Regen sogar in Deutschland auftritt und den Eindruck erweckt, dass Blut vom Himmel fällt. Gefährlich ist Blutregen nicht, trotz des bedrohlichen Namens, dafür aber ein spektakulärer Anblick. An Gegenständen, die mit dem Regen in Berührung kommen, kann es Verfärbungen geben. Schützen kann man sich mit einem handelsüblichen Regenschirm.

Schneeregen in Deutschland: Nasskaltes Wetter im Winter

Als Schneeregen bezeichnet man eine Kombination aus Regen und Schnee. Bereits bei kaum wahrnehmbaren Mengen Schnee im Regen oder andersherum kann man diese Bezeichnung anwenden. Regionen auftreten, wo Schneefälle grundsätzlich möglich sind, also auch in Deutschland. Wechseln sich Schnee und Regen in einem kurzen Zeitraum ab, ist ebenfalls die Rede von Schneeregen. Diese Niederschlagsart kann bei Temperaturen um den Gefrierpunkt entstehen. Bringt das Wetter Temperaturen im Minusbereich mit sich, wird aus dem Schnee- ein Eisregen. Wie jede Niederschlagsart setzt auch Schneeregen eine Wolkenbildung voraus.

Schnee in Deutschland: Was er für das Wetter bedeutet

Er ist ein untrügliches Zeichen für den Winter und äußerst schön anzuschauen: Schnee. Er bildet sich, wenn in den Wolken zwischen minus vier und minus 20 Grad Celsius herrschen. Dann gefrieren winzige Tropfen Wasser in den Wolken. Der Schnee überzieht die Landschaft mit einer weißen Schicht und bringt einige Veränderungen mit sich. Wege und Straßen müssen geräumt werden, Glätte sorgt für Gefahr im Straßenverkehr. Vielen Menschen ermöglicht der Schnee aber auch, Wintersport zu betreiben.

Schneit es jedoch zu viel, dann kann das Wetter zur Gefahr werden. So können etwa Gebäude und Stromleitungen unter der Last des Schnees zusammenbrechen. Im Gebirge kann starker Schneefall den Abgang von Lawinen befördern und damit ebenfalls Menschenleben gefährden. Auch kann es dazu kommen, dass ganze Ortschaften durch viel Schnee von der Außenwelt abgeschnitten werden.

Wetter in Deutschland: Hagel ist eiskalt und kann für große Schäden sorgen

Hagel ist die seltenste und gefährlichste Form des Niederschlags. Vorzugsweise während eines schweren Gewitters bilden sich Pellets aus Eis, die als feiner Graupel, Griesel oder als Hagelkörner mit einer Größe von mehreren Zentimetern Durchmessern niedergehen können. Hagel kommt gelegentlich in Verbindung mit Windböen in Orkanstärke vor, was Hagelsturm genannt und als Unwetter eingestuft wird.

Wetter: Sahara-Staub kommt manchmal nach Deutschland

Dass der Sahara-Staub das Wetter auch in Deutschland beeinflusst, ist nur schwer vorstellbar. Er besteht aus vielen winzigen Mineralteilchen, die als Aerosole in der Atmosphäre weite Strecken zurücklegen, bevor sie mit oder ohne Regen auf die Erdoberfläche sinken. Bleibt der Sahara-Staub in der Luft, weil es nicht regnet, kann er für eine intensive Rotfärbung der Sonne sorgen. Spektakuläre Sonnenauf- und -untergänge sind dann keine Seltenheit. Bei einem starken Regen, der Sahara-Staub in größeren Mengen mit sich trägt, spricht man von einem sogenannten Blutregen.

Wetterpatenschaft in Deutschland: Wetter-Fans können in Berlin Wetter-Paten werden 

Beim Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin kann man seit 2002 eine Wetterpatenschaft übernehmen. Denn dort werden die aktuellen Wetterlagen benannt. Wer also möchte, dass das nächste Hoch oder Tief nach seinem Namen beziffert wird, kann das beim Meteorologischen Institut in Berlin beantragen. 

Pro Jahr werden so etwa 210 Wetter-Zonen in Deutschland getauft. Doch Achtung: Wer seinen Namen beim nächsten Sturm über die Bildschirme flackern sehen möchte, muss dafür zahlen. Aber was macht man nicht alles für eine Wetterpatenschaft?

Wetter in Deutschland: Temperatur wird in Grad Celsius gemessen

Eine zentrale Rolle bei der Vorhersage für das Wetter in Deutschland spielt die Temperatur. Fast jeden Tag fragen sich die Menschen, wie warm es im Land wird. Die Temperatur selbst messen die meisten Länder der Welt in Grad Celsius. Die Einheit wurde im 18. Jahrhundert von dem schwedischen Wissenschaftler Anders Celsius entwickelt. Das Symbol von Grad Celsius besteht aus dem Gradzeichen ° und dem Großbuchstaben C.

Die Skala der Maßeinheit Grad Celsius ist anhand von zwei Fixpunkten definiert. Der Nullpunkt liegt bei der Temperatur, bei der Wasser zu Eis gefriert. Für den Wert von 100 °C wurde die Temperatur festgelegt, bei der Wasser siedet, also zu Wasserdampf wird.

Temperatursturz: Gründe und Folgen für das Wetter

Von einem Temperatursturz ist die Rede, wenn die Temperatur innerhalb eines Tages oder weniger Tage stark fällt, als Richtwert sprechen Meteorologen von zehn Grad Celsius oder mehr. Das Phänomen ist vor allem im Frühling und im Spätsommer zu beobachten, wenn das Wetter nach dem Winter wieder wärmer wird. Treffen warme Strömungen aus Nordafrika und Südeuropa mit kalten Strömungen aus dem Norden Europas über Deutschland aufeinander, dann kann die Temperatur recht rapide sinken. Meist geht dies mit heftigem Wind oder Sturmböen einher.

Im Spätsommer wird ein Temperatursturz ebenfalls von kalter Luft aus dem Norden ausgelöst, der als Vorbote der bevorstehenden kühleren Hälfte des Jahres fungiert. Oft markiert ein Wettersturz den Beginn einer Kältewelle. Bei manchen Menschen wirkt sich ein solcher Temperatursturz negativ auf die Gesundheit aus. Häufige Klagen sind Kopfschmerzen, Probleme mit Herz und Kreislauf, Erkrankungen der Atemwege oder Gelenkschmerzen. Beispiel für einen Temperatursturz sind laut einer Bauernregel die Eisheiligen im Mai.

Wetter im Mai: Der Mythos der Eisheiligen

Die Eisheiligen – so bezeichnet man ein Wetterphänomen im Monat Mai. Die Bezeichnung geht auf das frühe Mittelalter zurück. Sie hat tatsächlich etwas mit Heiligen zu tun. 

Die Eisheiligen zählen zu den Wetterheiligen. Sie waren Bischöfe und Märtyrer im 4. oder 5. Jahrhundert. Der Begriff „Eisheilige“ umfasst den Zeitraum vom 11. bis zum 15. Mai. 

Schafskälte: Wetter kann in Deutschland wieder verrückt spielen - das steckt dahinter 

Traditionell kann es im Juni soweit sein. Wenn plötzlich die Temperaturen fallen, stehen die Zeichen nicht schlecht, dass die Schafskälte, ein besonderes Wetterphänomen, anstehen. Es ist nämlich bekannt dafür, das Wetter in Deutschland durcheinanderzubringen. 

So kühlt sich das Wetter nämlich gegen Ende des Frühlings ab. So können die Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius sinken. Dieses Phänomen nennt man nach einer Bauernregel auch Schafskälte.

Hundstage: Bekannt für Hitze – aber auch unbeständiges Wetter

Als Hundstage werden beim Wetter umgangssprachlich die heißesten Tage im Sommer bezeichnet, genauer in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August. Namensgebend ist jedoch kein meteorologisches, sondern ein astrologisches, bei dem der Stern Sirius für vier Wochen im Sternbild des Großen Hundes steht. Mittlerweile haben Meteorologen herausgefunden, dass die heißesten Tage oftmals zum Juli-Beginn auftreten. Zeitraum und Dauer der Hundstage bleiben allerdings bestehen.

Berüchtigt sind die Hundstage vor allem in der Landwirtschaft. Nicht selten geht das Wetter in Deutschland um diese Zeit mit Trockenheit und Unwettern einher, was für Bauern fatale folgen haben kann.

Altweibersommer: Wenn das Wetter im Herbst wieder sommerlich wird

Wenn der Herbst voll Sonnenschein und warmer Temperaturen ist, spricht man von einem Altweibersommer. Das Phänomen tritt gewöhnlich ab der zweiten Septemberhälfte bis Ende Oktober auf, kann aber auch bis November andauern. Der Begriff bezeichnet eine meteorologische Singularität, die Veränderungen des bis dahin herrschendes Wetter mit sich bringt. Der Altweibersommer kommt aufgrund eines stabilen Hochdruckgebiets im Spätsommer zustande. Die Luft sinkt in großen Mengen ab, erwärmt sich, tauscht aber keine Wärme mit der Umgebungsluft aus. Daher kondensiert kein Wasserdampf aus diesen Luftmassen, sodass sich keine Wolken bilden. Strahlender Sonnenschein ist die Folge.

Warum das Wetter in Deutschland im Frühling so launisch ist 

Mit dem Frühling wird auch das Wetter in Deutschland wieder besser. Allerdings bietet der der Frühling Deutschland die ganze Bandbreite. Regen, Schnee, Hagel, Sonne. Frei nach dem Motto: April, April, der macht, was er will. Doch warum ist das so?  

Frühling und Herbst sind auf der Nordhalbkugel – im Gegensatz zu Sommer und Winter – als Zwischenjahreszeiten anzusehen. Besonders im April trifft laut Deutschem Wetterdienst oftmals Polarluft auf schon deutlich erwärmte Festlandsluft aus Nordafrika und dem Mittelmeerraum über Mitteleuropa zusammen. Deshalb ist das Wetter im Frühling sehr wechselhaft. 

Wetter in Deutschland: Der Sommer ist die wärmste Jahreszeit 

Der Sommer ist die Jahreszeit mit den meisten Sonnenstunden, deswegen ist das Wetter im Sommer besonders warm. Im Durchschnitt lag das Temperaturmaximum im Sommer zwischen 1991 und 2020 bei 21,9 Grad Celsius. Das mittlere Temperaturminimum betrug in diesem Zeitraum 10,7 Grad Celsius.

Im Schnitt hat in diesem Zeitraum die Sonne über den ganzen Sommer 6,9 Stunden am Tag geschienen. 

Wetter im Herbst: Warum Bäume ihre Blätter abwerfen 

Um sich auf den Winter und das kalte Wetter einzustellen, werfen die Bäume im Herbst ihre Blätter ab. Im Winter ist das Wasser im Boden gefroren. Das führt dazu, dass der Baum seine Blätter nicht mehr versorgen kann. Im Herbst zieht der Baum deswegen alle Nährstoffe aus den Blättern und verschließt die Blattstiele. 

Die Blätter sind nun von der Wasserversorgung abgeschnitten. Zunächst verändern sie ihre Farbe, sie werden rot, orange oder gelb. Danach fallen die Blätter vom Baum ab und der Baum kann sich auf den nächsten Frühling vorbereiten. 

Lediglich Nadelbäumen macht das kalte Wetter im Herbst nichts aus.

Wetter: Der Winter bringt in Deutschland nicht nur Kälte und Schnee 

Es wird kalt, frostig, dunkel. Man weiß: Der Winter kehrt ein. Doch nicht allein das Wetter bestimmt, wann der Winter beginnt, sondern auch der Kalender. Eigentlich gibt es also zwei Daten für den Winteranfang. Einmal den 1. Dezember. An diesem Tag ist der meteorologische Winteranfang. 

Drei Monate dauert es dann, bis die nächste Jahreszeit anfängt. Der kalendarische Winteranfang jedoch liegt rund drei Wochen später, zwischen dem 20. und 23. Dezember. Ab dann beginnt der Winter so richtig. 

Hitzewelle rollt über Deutschland: Die besten Tipps, um die Hitze zu ertragen 

Jedes Jahr rollt die Hitzewelle aufs neue über Deutschland hinweg. Damit man den Sommer jedoch ohne Hitze-Krise genießen kann, braucht es ein paar Tricks, um auch die Schattenseiten des Sommers überstehen zu können. Oberste Priorität: viel trinken. 

Zudem sollte es in den eigenen vier Wänden immer kühl genug sein, eine gute Ernährung und Sport zur richtigen Tageszeit helfen ebenfalls. Doch es gibt noch viel mehr Tipps gegen die Hitze in Deutschland.

Von Tanja Banner

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst

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