Wetter

Sturzbäche und Verkehrschaos: Unwetter verwüsten Teile Deutschlands

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach prophezeite es: Unwetter werden Teile von Deutschland heftig treffen und so kam es. Besonders eine Stadt ist hart betroffen.

Update vom Mittwoch, 30.06.2021, 11.15 Uhr: Erneut haben heftige Unwetter in Hessen und in anderen Teilen Deutschlands für Chaos gesorgt. Nur in Frankfurt allein sind am Dienstagabend (29.06.2021) binnen zwei Stunden mehr als 600 Einsätze gemeldet worden, teilte die Feuerwehr am späten Dienstagabend mit. Innerhalb kürzester Zeit prasselten bis zu 45 Liter/qm Regen nieder. Keller und Garagen sind vollgelaufen, Unterführungen und Fahrbahnen wurden überflutet. Vielerorts wurden Kanaldeckel nach oben gedrückt, welche den Verkehr beeinträchtigten.

Auch der Bahnverkehr in Bayern wurde am Dienstag zeitweise lahmgelegt. Besonders hart traf das Unwetter die Stadt Landshut in Bayern. In Teilen der Stadt stand das Wasser in den Straßen und Sturzbäche gingen nieder. Zahlreiche Bäume stürzten um und Keller liefen voll. „Das war ein Unwetter, wie es nur alle fünf bis zehn Jahre vorkommt“, betonte Mirko Olzem von der integrierten Leitstelle Landshut. In ganz Bayern kam es Berichten zufolge zu keinen Verletzten.

Die Unwetterserie in Deutschland geht weiter. Davon gehen Experten aus. (Symbolbild)

Vor allem der heftige Starkregen habe manchen Regionen Deutschlands stark zugesetzt, bestätigte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwochmorgen (30.06.2021). Mancherorts seien etwa 30 Liter Niederschlag pro Stunde auf die Straßen geprasselt. Die Unwetter, die zuerst Bayern erfasst hatten, seien am frühen Mittwochmorgen in Richtung Norden weitergezogen.

Wetter in Deutschland: Experten warnen vor neuen Unwettern - „Es ist noch nicht vorbei“

Erstmeldung vom Dienstag, 29.06.2021, 21.01 Uhr: Offenbach - Starkregen, heftige Gewitter, Hagel und Sturm - nach den teils heftigen Unwettern am Montag* dürfte es auch am Dienstag (29.06.2021) in Teilen Deutschlands ungemütlich werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD)* in Offenbach warnt vor kräftigen Gewittern mit Unwetterpotenzial.

Der Schwerpunkt der Unwetter, die Hagel, Sturm- und Orkanböen mit sich bringen können, liegt laut dem Deutschen Wetterdienst am späten Nachmittag im Südwesten und Süden Deutschlands. Doch auch für den Norden sagen die Meteorologen aus Offenbach heftige Gewitter* voraus. Dort könne es zu Starkregen und Überflutungen kommen, heißt es.

Wetter in Deutschland: Heftige Gewitter drohen

In der Nacht zum Mittwoch sollen die Unwetter den Voraussagen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach zufolge über die Mitte Deutschlands ziehen, jedoch in abgeschwächter Form. Starkregen wird für den Westen erwartet. Dort soll es gebietsweise die gesamte Nacht über „noch kräftig schütten“, teilt der DWD mit.

Auch der Mittwoch (30.06.2021) bleibt nass und ungemütlich, vor allem im Nordosten Deutschlands. Unwetter werden jedoch nicht mehr erwartet. Und auch die Temperaturen sinken. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach rechnet für Mittwoch mit Temperaturen zwischen 19 und 23 Grad, im Osten könnten es bis zu 26 Grad Celsius* werden. Am Donnerstag werden maximal 23 Grad erwartet. „Die 25-Grad-Marke wird voraussichtlich erst wieder am Wochenende geknackt, vor allem wohl im Südwesten und Osten“, heißt es aus Offenbach.

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Experten warnen vor Unwettern bei Public Viewing

Bereits am Montag hatten Unwetter große Teile Deutschlands in Atem gehalten. Vor allem im Süden hatten Unwetter mit viel Regen, Hagel und Sturmböen getobt, teilt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net mit. Binnen ein bis zwei Stunden seien Regenmengen eines kompletten Monats gefallen. Zudem seien Windböen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde gemessen worden, beispielsweise in Friedrichshafen, 117 Stundenkilometer, und Stuttgart, 107 Stundenkilometer.

„Es sind richtig gefährliche Unwetter gewesen und es ist noch nicht vorbei, denn ab heute Nachmittag 16 Uhr bis in die Nacht zu Mittwoch geht es mit neuen Unwettern weiter. Der Schwerpunkt ist wieder die Region südlich der Mainlinie. Dort erwarten wir die heftigsten Entwicklungen“, so der Meteorologe. Beim Public Viewing im heimischen Garten heißt es also aufpassen, den Himmel beobachten und Wettermeldungen verfolgen.

Für das Wetter im Juli 2021 bahnt sich jedoch eine Wende an. Darüber hinaus warnt ein Experte vor einem Unwettersommer in Deutschland. (uf)*op-online.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Thomas Rensinghoff/dpa

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