Wetter

Was Regen zu Regen macht und ab wann man von Starkregen spricht

Regen ist nicht gleich Regen. Und ab wann fängt Regen überhaupt an? Was definiert einen Starkregen, was einen Dauerregen? Hier erfahren Sie es.

  • Es gibt viele unterschiedliche Arten von Regen
  • Wetter in Deutschland: Von Starkregen spricht man erst ab einer bestimmten Intensität
  • Auch für Dauerregen gibt es eine feste Definition

Offenbach - Bei schlechtem Wetter sprechen Meteorologen ab einem flüssigen Niederschlag mit einem Tropfendurchmesser von mindestens einem halben Millimeter von Regen, bzw. von einem Regentropfen. Regen ist die am häufigsten auftretende Form von flüssigem Niederschlag. Ein durchschnittlicher Regentropfen hat einen Durchmesser zwischen 0,6 und 3 Millimetern. 

Die Größe von Regentropfen ist neben Intensität, Entstehung und Wirkung auch entscheidend für die Definition der Art von Regen. Während man bei sehr kleinen Regentropfen von Sprühregen spricht, bezeichnet Landregen einen Warmfrontregen mit mittelgroßen Regentropfen. 

Wetter in Deutschland: Es gibt verschiedene Arten von Regen

Bei Schauern, Gewittern und Unwettern spricht man in der Meteorologie häufig von Platzregen. Wenn binnen fünf Minuten fünf Liter Regen auf einen Quadratmeter fallen, bezeichnet man dies als Starkregen. Von Dauerregen ist bei Wetter-Experten die Rede, wenn Niederschläge mit einer Niederschlagsmenge von mindestens 0,5 Litern pro Quadratmeter mindestens sechs Stunden andauern. 

Experten unterscheiden beim Wetter nicht nur die Art des Regens, sondern auch die Wolken, aus denen er fällt. Es gibt reine Wasserwolken, sogenannte „warme“ Wolken, aus denen Regen fällt. Es gibt reine Eiswolken, sogenannte „kalte Wolken“ und es gibt Mischwolken, die sowohl aus Regentropfen, wie auch aus Eiskristallen bestehen. 

Wetter und Regen: Wenn die Regentropfen zu schwer werden, regnet die Wolke ab

Bei kühlem Wetter - meist im Winter - mit „kalten“ Wolken und bei Mischwolken fallen geschmolzene Schneeflocken und Hagelkörner als Regentropfen auf die Erde. Hier wird Regen, also flüssiger Niederschlag, von festem Niederschlag wie Graupel oder Schnee unterschieden.

Wenn das Gewicht von Regentropfen so groß wird, dass eine Wolke sie weder durch dort herrschende Aufwinde, noch durch die Luftreibung halten kann, entsteht das, was wir als Regen kennen und die Schwerkraft zieht die Regentropfen zu Boden. 

Dort messen Menschen bei Regenwetter schon seit etwa 2.000 Jahren die Menge des Niederschlags. Zuerst sollen Regenmessungen in Indien verwendet worden sein.

Tobias Möllers

Rubriklistenbild: © Symbolild: Frank Rumpenhorst / dpa

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