Hurrikan-Saison im Atlantik beginnt

Hurrikan „Hanna“ sorgt für Starkregen und Überschwemmungen in Texas - Wetterdienste warnen

Die USA haben jährlich mit Wirbelstürmen zu kämpfen. Doch in diesem Jahr ist das Land zusätzlich strapaziert von der Corona-Krise. Hurrikan „Hanna“ hat Texas erreicht.

  • Den USA* steht in der Corona-Krise die Hurrikan-Saison bevor: Auf Texas und Hawaii rasen Stürme zu
  • Die Stürme bringen verheerendes Wetter mit sich: Es wird mit Überschwemmungen gerechnet
  • Die Hurrikan-Saison könnte in diesem Jahr heftiger ausfallen als sonst

Update vom Sonntag, 26.07.2020, 9.29 Uhr: Hurrikan „Hanna“ hat die USA erreicht: Das Sturmtief am Samstagabend gegen 17 Uhr (Ortszeit) mit Geschwindigkeiten von bis zu 145 Stundenkilometern auf die Küste von Texas getroffen. Wie das National Hurricane Center (NHC) mitteilt, hat sich „Hanna“ mittlerweile auf dem Weg ins Landesinnere zu einem Tropensturm abgeschwächt.

Trotz der Abschwächung warnt das NHC weiter vor starkem Regen, Wind, Sturmflut und gefährlicher Brandung.

Hanna“ war als ein Hurrikan der niedrigsten Stufe 1 eingestuft worden. Dennoch sagte Texas‘ Gouverneur Greg Abbot dem Sender BBC: „Jeder Hurrikan ist eine enorme Herausforderung. Diese Herausforderung ist kompliziert und sogar noch schwerer, da sie durch eine Gegend fegt, die die am stärksten geforderte Gegend im Staat bezüglich Covid-19 ist“, so Abbot.

Der Hurrikan „Hanna“ ist in Texas auf Land getroffen. Es ist der erste atlantische Hurrikan der Saison in den USA.

Wetter in den USA: Hurrikane „Hanna“ und „Douglas“ sollen am Wochenende auf Land treffen

Erstmeldung vom Samstag, 25.07.2020, 19.37 Uhr: Texas ist einer der am stärksten von der Corona-Krise getroffenen Bundesstaaten in den USA und jetzt droht ihm ein weiteres Unheil: Über dem Atlantik ist der erste Hurrikan in diesem Jahr unterwegs und steuert geradewegs auf die Küste von Texas zu. Meteorologen rechnen damit, dass er am Samstagabend (25.07.2020, Ortszeit) auf den Südstaat trifft.

Wetter in den USA: Tropensturm „Hanna“ zu Hurrikan hochgestuft

„Hanna“ war am Samstagmorgen vom Tropensturm zum Hurrikan der niedrigsten Stufe 1 hochgestuft worden. Der Sturm näherte sich mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h der Küste der USA in Texas. Das National Hurricane Center (NHC) warnte vor schweren Auswirkungen auf das Wetter: Eine möglicherweise lebensbedrohliche Sturmflut im Süden von Texas und starke Regenfälle, die zu lebensbedrohlichen Überschwemmungen führen könnten, seien zu erwarten. Die Behörden in den voraussichtlich betroffenen Gebieten im Süden des Bundesstaates riefen die Einwohner auf, sich für den Hurrikan zu wappnen.

Auf der anderen Seite der USA, im Pazifik, ist unterdessen Hurrikan „Douglas“ mit Windgeschwindigkeiten von rund 175 Stundenkilometern in Richtung Hawaii unterwegs. Das NHC erwartete allerdings, dass sich der Hurrikan der Stufe zwei abschwächt. Der Vorhersage zufolge soll er in der Nacht zu Sonntag (26.07.2020) in der Nähe der größten Inseln Hawaiis sein - dann als Sturm knapp unterhalb der Hurrikan-Schwelle.

Wetter in den USA: Überdurchschnittlich starke Hurrikan-Saison erwartet

Die USA müssen in dieser Saison mit heftigem Wetter rechnen: Über dem Atlantik erwartete die nationale Wetterbehörde NOAA in diesem Jahr nach einer Vorhersage vom Mai eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Von Juni bis Ende November sei mit bis zu zehn Hurrikanen zu rechnen, davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden, hatte die Behörde erklärt. Im Durchschnitt gibt es pro Jahr über dem Atlantik sechs Hurrikane, drei davon entwickeln sich zu Stürmen großer Stärke.

Angesichts verfügbarer Klimadaten und der höheren Wassertemperatur im Atlantik und der Karibik liege die Wahrscheinlichkeit einer normalen Hurrikan-Saison nur bei 30 Prozent, die einer unterdurchschnittlichen sogar nur bei 10 Prozent, hieß es damals weiter. (ial mit dpa) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Eric Gay/dpa

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