Arbeitslosenzahl sinkt auf 2,85 Millionen

Nürnberg - Noch können die Turbulenzen um die europäische Schuldenkrise dem deutschen Arbeitsmarkt nichts anhaben. Doch die Bundesagentur für Arbeit warnt: “Die gute Grundtendenz“ schwäche sich ab.

In Deutschland waren im Mai 2,855 Millionen Menschen ohne Job. Das sind 108 000 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 6,7 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,0 Prozent gelegen.

“Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich im Mai insgesamt weiter positiv entwickelt“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. “Allerdings schwächt sich die gute Grundtendenz etwas ab.“ Eine Trendwende erkennt Weise allerdings nicht: “Wir fahren weiter mit Geschwindigkeit, beschleunigen aber nicht mehr“, sagte er mit Blick auf den vergleichsweise geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai.

"Entwicklung ist weiterhin gut"

Die Entwicklung sei weiterhin gut, “wir können aber nicht erwarten, dass die Zahl der Arbeitslosen permanent sinkt und die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze stark steigt“, fügte er am Donnerstag in Nürnberg hinzu.

Für dieses Jahr rechnet Weise weiterhin mit einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeit von rund 2,9 Millionen. Er räumte aber ein, dass die Euro-Schuldenkrise und ihre möglichen negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft auch für den Arbeitsmarkt weiterhin ein Risiko darstellen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich nach Angaben der Nürnberger Bundesbehörde auf hohem Niveau. Im Mai waren demnach knapp eine halbe Million offener Stellen gemeldet, 29 000 mehr als im Vorjahr. Besonders gesucht seien zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Elektro, Metall, Maschinen- und Fahrzeugbau, Logistik, Gesundheit und Handel.

dpa

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