Weniger Erwerbslose in Offenbach

Arbeitsmarkt trotzt der Wirtschaftskrise

Nürnberg/Frankfurt/Offenbach (apn/dpa/ku) ‐ Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich im Februar deutlich besser entwickelt als von Experten erwartet.

Die Zahl der Jobsuchenden stieg um lediglich 26 000 auf 3,643 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit gestern in Nürnberg mitteilte. Damit erhöhte sich die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent. „Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt in Deutschland bleiben auch im Februar moderat“, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. „Die Arbeitslosigkeit ist lediglich im jahreszeitlich üblichen Umfang gestiegen, die Beschäftigung hat sogar wieder zugenommen, und die Kräftenachfrage zeigt sich stabil“, erklärte er. Damit entwickelte sich die Situation am Arbeitsmarkt besser als erwartet. Experten hatten wegen des strengen Winters mit einem weiteren Anstieg um etwa 100 000 gerechnet.

Auch die hessischen Arbeitslosenzahlen sind im Februar nur leicht gestiegen. In dem Monat waren 217 013 Menschen in dem Bundesland arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt berichtete. Das sind 1 451 Menschen oder 0,7 Prozent mehr als im Vormonat. Die Quote blieb gegenüber dem Januar unverändert bei 7,0 Prozent. Die Agentur führte den Anstieg ausschließlich auf saisonale Gründe wie den langen Winter und das Auslaufen vieler Ausbildungen zurück. Agenturchef Wolfgang Forell berichtete, dass wieder mehr offene und ungeförderte Stellen gemeldet würden. Gut 12 300 seien hinzugekommen und hätten den Bestand auf rund 24 500 erhöht. Vor allem Leiharbeitsfirmen suchen wieder Leute, nachdem sie in der Krise ihre Belegschaften reduziert hatten. Die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände wies darauf hin, dass nicht alle offenen Stellen den Agenturen gemeldet würden. Derzeit gebe es etwa 64 000 unbesetzte Jobs.

In Stadt und Kreis Offenbach ist die Zahl der Arbeitslosen sogar gesunken. 14 983 Menschen waren arbeitslos gemeldet, ein Rückgang um 77 oder 0,5 Prozent, wie die Agentur für Arbeit Offenbach meldete. Die Quote habe wie im Januar bei 8,6 Prozent gelegen. Die Hauptagentur Offenbach, zuständig für die Stadt, habe 7 398 Arbeitslose registriert. Die Quote habe bei 12,3 Prozent gelegen nach 12,4 Prozent im Januar. Die Geschäftsstelle Rodgau, zuständig für Rodgau, Rödermark, Dietzenbach und Heusenstamm, habe 4 361 Erwerbslose betreut. Die Quote habe wie im Januar bei 6,9 Prozent gelegen. Die Geschäftsstelle Seligenstadt, zuständig für Seligenstadt, Hainburg, Mainhausen, Mühlheim und Obertshausen, habe 3 224 Erwerbslose gemeldet. Die Quote habe bei 6,3 nach 6,2 Prozent im Januar gelegen.

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