Arbeitsmarkt weiter auf Erholungskurs

Nürnberg/Frankfurt/Offenbach (dpa/ku) ‐ Der Arbeitsmarkt trotzt dem Winter. Dank des kräftigen Wirtschaftsaufschwungs ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland auf den niedrigsten Februarstand seit 19 Jahren gesunken.

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Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im vergangenen Monat 3.317.000 Männer und Frauen ohne Job; dies waren 33.000 weniger als im Januar und 326.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte auf 7,9 Prozent ab, wie BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise gestern in Nürnberg berichtete. Mit einem Ende des seit rund einem Jahr andauernden Job-Aufschwungs rechnet Weise derzeit nicht. Schon im Frühsommer könnte wieder die Drei-Millionen-Marke unterschritten werden.

Selbst Eis und Schnee haben auch den hessischen Arbeitsmarkt nur kurz ausgebremst: Nach dem Anstieg zum frostigen Jahresbeginn sank die Zahl der Arbeitslosen im Februar gegen den Saisontrend und fiel wieder unter die Marke von 200.000 auf 199.029. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit berechnete in Frankfurt einen Rückgang von 1,4 Prozent im Vergleich zum Januar. Vor einem Jahr waren sogar 8,3 Prozent mehr Hessen ohne Job. Die Quote ging damit auf 6,4 Prozent zurück - im Januar hatte sie 6,5 Prozent betragen, vor einem Jahr 7,0 Prozent. „Wider unserer Erwartungen sind die Arbeitslosenzahlen im Februar leicht gesunken“, sagte Regionaldirektionsleiter Frank Martin. Und es gibt offene Stellen: 34.000 registrieren die Arbeitsagenturen, sogar 75.000 die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände. Denn viele Unternehmen inserierten eher in Zeitungen und im Internet als den Weg über die Agenturen zu nehmen.

Entspannung in Deutschland und Hessen

Die Arbeitslosigkeit ist auch im Offenbacher Agenturbezirk im Februar gesunken. 14.332 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet, 150 Menschen weniger als im Januar, wie die Agentur für Arbeit Offenbach mitteilte. Die Quote stagnierte auf dem Vormonatswert von 8,3 Prozent; im Februar 2010 lag sie bei 8,6 Prozent.

In der Hauptagentur Offenbach, zuständig für die Stadt Offenbach seien 6957 Erwerbslose gemeldet gewesen, berichtete die Agentur weiter. Die Quote habe bei 11,5 Prozent gelegen. In der Geschäftsstelle Rodgau, zuständig für die Gemeinden Rodgau, Rödermark, Dietzenbach und Heusenstamm, seien 4310 Arbeitslose und eine Quote von 6,9 Prozent registriert worden. In der Geschäftsstelle Seligenstadt, zuständig für Seligenstadt, Hainburg, Mainhausen, Mühlheim und Obertshausen, seien 3 065 Arbeitslose gemeldet gewesen. Die Quote habe bei 6 Prozent gelegen.

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