Arriva Deutschland soll an Trenitalia gehen

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Im Neustrelitzer Bahnwerk "Arriva Werke Nord GmbH" arbeitet Jan Witty an der Achse mit Fahrmotor einer rund 40 Jahre alten Elektrolok der Baureihe 109 (im Hintergrund).

Berlin - Die Bahntochter Arriva Deutschland soll an die italienische Bahn Trenitalia verkauft werden.

Entsprechende dpa- Informationen bestätigten einen Bericht der “Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). Der Chef von Arriva Deutschland, Frank Engeler, habe das Management seines Unternehmens darüber informiert, berichtet die Zeitung. Die Deutsche Bahn muss sich laut EU-Auflagen von den deutschen Aktivitäten des britischen Transporteurs Arriva trennen, den sie im Sommer für 2,8 Milliarden Euro übernommen hatte. Ein Bahnsprecher lehnte am Montagabend auf Anfrage einen Kommentar ab und verwies auf eine Aufsichtsratssitzung des bundeseigenen Konzerns an diesem Mittwoch.

Der Betriebsrat von Arriva Deutschland hatte sich gegen einen Weiterverkauf an die Italiener gewandt. Da Trenitalia im Konsortium mit dem Infrastrukturfonds Cube biete, seien überzogene Renditeerwartungen zu befürchten, hatte es zur Begründung geheißen. Im Rennen um Arriva Deutschland mit 3500 Beschäftigten war dem Vernehmen nach auch noch der französische Veolia-Konzern.

Zu Arriva Deutschland gehören unter anderem die Osthannoversche Eisenbahn mit dem Metronom in Niedersachsen, die Regentalbahn in Bayern, die Priegnitzer Eisenbahn in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen sowie der Busbetreiber Sippel in Hessen.

dpa

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