Auch der Fußboden wird nachhaltig

Groß-Umstadt (ku) - Resopal, ein führender Schichtplatten-Hersteller, will sein Bioprodukt „Re-Y-Stone“ künftig auch als Fußboden anbieten.

Bei der Vorstellung der sogenannten Biokompositplatten im vergangenen Jahr zeigte nach Firmenangaben vor allem die Küchenindustrie Interesse. Die Fußböden sollten nun in drei bis vier Wochen auf den Markt gebracht werden, sagte Resopal-Geschäftsführer Donald Schaefer am Firmensitz in Groß-Umstadt. Vor allem die „großen Marken dieser Welt“ zeigten sich sehr interessiert. „Re-Y-Stone“-Böden könnten aber auch über den Holzhandel und unter Umständen über die Kette Bauhaus verkauft werden. Der Quadratmeterpreis werde zwischen 70 und 80 Euro liegen, erklärte Schaefer. Sein Unternehmen habe „Re-Y-Stone“ auch schon für Fensterbänke benutzt. Schaefer sprach von unbegrenzten Anwendungsmöglichkeiten.

„Ich habe so ein Produkt noch nie eingeführt“, sagte er weiter. Für die Herstellung des Bodens werde ausschließlich recyceltes Papier und ein Harz verwendet, der aus einem Abfallprodukt der Zuckerrohr-Produktion gewonnen werde. „Re-y-Stones“ sei 100-prozentig ökologisch, biologisch und emissionsfrei. „Ein nachhaltiger Boden.“

Resopal habe sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben, berichtete Schaefer. Die Firma verwende nur Ökostrom. Zudem sei ein Biomasse-Kraftwerk geplant.

Im zu Ende gehenden Geschäftsjahr werde Resopal den Umsatz um etwa 20 Prozent auf mehr als 150 Millionen Euro steigern, erläuterte Schaefer. Allerdings machten dem Unternehmen die hohen Rohstoffpreise zu schaffen. Deshalb werde der Gewinn nur leicht über dem des Vorjahres liegen. Schaefer erklärte allerdings, der Auftragsbestand sei „über die Maßen hoch“.

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