Mehr und bessere Kameras

Bahn will Überwachung in Bahnhöfen und Zügen ausbauen

Die Deutsche Bahn plant mehr und bessere Kameras in Bahnhöfen und Zügen.

Berlin - Die Deutsche Bahn will die Videoüberwachung in Bahnhöfen und Zügen stärker als geplant ausbauen. Nicht nur in die Zahl der Kameras sondern vor allem auch in die Qualität soll investiert werden.

Das kündigte Vorstandsmitglied Ronald Pofalla am Montag in Berlin an. In das bereits laufende und auf zehn Jahre angelegte Projekt von Bahn und Bund werden 85 Millionen Euro gesteckt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte bei einem gemeinsamen Termin mit Pofalla im Berliner Ostbahnhof: „Es geht nicht nur um die Anzahl der Kameras und um die Orte, sondern auch um die Qualität.“ Viele Kameras seien alt und die Bilder zu unpräzise.

Derzeit gibt es nach Angaben des Unternehmens bundesweit 5 000 Kameras in rund 700 Bahnhöfen. Zudem sind 26 000 Videokameras in Regionalzügen und S-Bahnen eingebaut. 80 Prozent der Fahrgäste in den Bahnhöfen sollen so überwacht werden.

Der größte Anteil der Kriminalitätsfälle in Bahnhöfen seien Taschendiebstähle und andere Diebstähle, sagte der Innenminister. Ein großes Problem sei aber weiterhin die Gewalt von Fußballfans. In manchen Jahren würden 50 Prozent der Einsätze der Bundespolizei diesem Thema gelten.

De Maizière und Pofalla ließen sich von der Bundespolizei Gegenstrategien zu Taschendiebstählen und Gewaltausbrüchen wie auch das Vorgehen beim Alarm wegen verdächtiger Koffer vorführen.

Die Abteilung Sicherheit der Deutschen Bahn hat 3700 Mitarbeiter. Zudem sind 5000 Bundespolizisten für Bahnhöfe zuständig. In ganz Deutschland gibt es 5400 Bahnhöfe und S-Bahnstationen. Polizei und die Bahn konzentrieren sich aber mit ihren Leuten auf die großen Bahnhöfe.

dpa

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