Brunel GmbH stärkt Vertrieb

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Ein Brunel-Ingenieur prüft einen PC: Das Unternehmen will den Standort Offenbach ausbauen.

Offenbach - Die Brunel GmbH setzt an ihrem Standort Offenbach auf Expansion. Der Vertrieb wird gestärkt, zudem sucht das Unternehmen neue Projektingenieure. Von Achim Lederle

In Offenbach sollen fünf Vertriebsmitarbeiter neu eingestellt werden, bundesweit plant der Ingenieurdienstleister mit 120 neuen Vertriebsleuten, wie der Offenbacher Niederlassungsleiter Norbert Grottke unserer Zeitung sagte.

Weitere Informationen auf der Firmen-Internetseite.

In Offenbach arbeiteten derzeit 20 Mitarbeiter im Bereich Vertrieb, Recruiting und Verwaltung am Kaiserlei. 150 festangestellte Mitarbeiter, vor allem Ingenieure, sind laut Grottke im Projektgeschäft tätig, wo Brunel in Offenbach ebenfalls deutlich aufstocken will. „23 Ingenieure wurden bereits neu eingestellt, 80 werden noch gesucht“, sagte Grottke. Bewerber für die Stellen im Vertrieb sollten ein abgeschlossenes kaufmännisches oder technisches Studium haben und „kommunikative Persönlichkeiten mit hohem Eigenantrieb“ sein. Ab März stehe den Mitarbeitern ein neues, 1 000 Quadratmeter großen Büro in der Strahlenbergerstraße zur Verfügung.

Norbert Grottke

Als internationaler Projektpartner für Technik und Management unterstützt die Brunel GmbH mit bundesweit 33 Standorten und 2.000 Beschäftigten sowohl Großkonzerne als auch kleinere Unternehmen mit technischem und betriebswirtschaftlichem Know-how. „Die Spezialisten erledigen sämtliche Aufgaben entlang der gesamten Prozesskette. Die Nachfrage nach dieser flexiblen Ressourcenplanung nimmt seit Mitte 2010 deutlich zu“, so Norbert Grottke.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung steige der Bedarf der Betriebe an hochqualifizierten Ingenieuren, IT-Spezialisten und Kaufleuten. Der Brunel-Kundenstamm im Rhein-Main-Gebiet liest sich wie das „Who is who“ der Großbetriebe: Unter anderem der Autobauer Opel, Lufthansa Technik oder der Anlagenbauer Siemens nutzen nach Angaben von Norbert Grottke das Brunel-Wissen. „Für die Automobilindustrie sind zum Beispiel unsere Entwicklungsingenieure tätig und schreiben die Software für neue Motorsteuergeräte“, erklärte Grottke. Die Steuerung könne auch sofort im eigenen Brunel-Testzentrum in Bochum geprüft werden. Bundesweit gebe es drei Entwicklungs-, Prüf- und Testeinrichtungen.

Ingenieurs-Fachwissen nicht nur für Großbetriebe

Da immer mehr Elektronik in den Autos zum Einsatz komme, sei die Elektronikentwicklung für die Autoindustrie ein Kernbereich der Brunel-Dienstleistungen. Auch die Softwareentwicklung für unterschiedliche Anwendungen wie zum Beispiel internetfähige Applikationen sei ein zunehmend wichtiger Geschäftsbereich. Brunel stellt das geballte Ingenieurs-Fachwissen nicht nur Großbetrieben zur Verfügung, sondern will auch Ansprechpartner für mittelständische Unternehmen sein.

„Im Februar haben wir zusammen mit der IHK Offenbach eine Veranstaltung für Mittelständler organisiert, um über unser Angebot zu informieren“, sagte Grottke. „Die Arbeit unserer Vertriebsexperten setzt dort an, wo in den Unternehmen technisches Know-how für komplexe Projekte gesucht wird oder aufgrund eines personellen Engpasses Unterstützung benötigt wird.“

Die Partnerschaft mit Brunel ermögliche es den Betrieben, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren: Zum einen könnten sie ihre Teams um Projektingenieure ergänzen. Zum anderen würden ganze Projekte abgewickelt. „Und dabei stehen ihnen unsere Kollegen im Vertrieb als Berater in Sachen Ressourcenplanung sowie Innovationsentwicklung zur Seite“, erläuterte Grottke.

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